Aesch

Wurstwaren, Mandelbrot und Olivenöl: Endlich war wieder Markt im Dorf

Serge Rougemont verkaufte Olivenöl aus Kroatien. Bild: Maurus Held

Serge Rougemont verkaufte Olivenöl aus Kroatien. Bild: Maurus Held

Neben dem Herbst-Märt begrüsste Gemeindepräsident Johann Jahn im Gemeindesaal rund 30 Neuzuzüger.

Der Frühlingsmarkt musste noch wegen Corona abgesagt werden, aber am Samstagmorgen war in Aesch wieder Marktzeit: Auf dem Brunnenhof ging der Herbst-Märt über die Bühne. «Die Leute sind froh, endlich wieder mal untereinander zu sein und sich zu sehen», sagte Organisator Peter Siklossy beim Besuch vor Ort. Um die Gesundheit aller Besucher zu garantieren, hatte er den gesamten Brunnenhof vermessen und die Stände so platziert, dass jeweils genügend Abstand herrschte. An der Anzahl Stände habe sich dadurch nichts geändert: «Dieses Jahr haben wir 18 Stände», sagte er.

Auf die Märt-Beiz, die sonst fester Bestandteil ist, verzichtete Siklossy. Dennoch kam Kulinarik nicht zu kurz: Der «Gopfried Stutz» lockte mit Mandelbrot und Zuckerwatte. Wer nicht auf Süsses steht, war wohl eher bei Serge Rougemont aus Unterlunkhofen richtig: Er und seine Frau verkauften Olivenöl von der kroatischen Insel Brač in der Adria. Und Marc Benavent Garcia aus Birmensdorf wartete mit Wurstwaren und anderen Delikatessen aus seiner Heimat Katalonien auf.

Weder Süsses noch Salziges bot Simone Heitlinger an: Ihr Stand war eine Anlaufstelle des Alterszentrums am Bach in Birmensdorf. Sie informierte vorwiegend ältere Menschen über Wohnmöglichkeiten. Viele Marktbesucher würden auf den ersten Blick zwar nicht genau verstehen, was sie hier tue. «Es kommen dann aber oft viele Fragen auf, die ich gerne beantworte. Die Leute wissen, das zu schätzen», sagt Heitlinger. Gerade in der Coronazeit sei etwa die Patientenverfügung ein wichtiges Thema.

Über hundert Neuzuzüger und zwei Rückkehrende

Gleichzeitig mit dem Herbstmarkt startete im Gemeindesaal der Neuzuzügeranlass. Gemeindepräsident Johann Jahn (Forum) begrüsste rund 30 Neuzuzüger. Zwei davon waren alte Bekannte: Sie wuchsen in Aesch auf und sind nun mit ihren Familien zurückgekehrt. Insgesamt 112 Neuzuzüger hatten eine Einladung zum Anlass erhalten. Mit ihnen beträgt die Einwohnerzahl von Aesch nun 1688 Personen. Wie Jahn betonte, sind in den letzten Jahren viele junge Familien ins Dorf gezogen: «Man sieht vermehrt Kinder auf den Strassen spielen. Das freut uns sehr.»

Des Weiteren informierte der Gemeinderat die neuen Bewohner über die Gemeindestrukturen und die politischen Organe. Auch diverse Schul- und Vereinsanlässe wurden vorgestellt: In diese möchte die Gemeinde die Neuzuzüger und ihre Kinder miteinbeziehen. Einer dieser Anlässe ist das vom Feldschützenverein organisierte End- und Wyberschiessen, an dem alle Aescherinnen und Aescher ab Jahrgang 2002 teilnehmen können. Der erste von zwei Nachmittagen fand diesen Samstag im Schützenhaus statt, am nächsten Samstag wird dann erneut geschossen.


Der Adventsmarkt in Aesch findet am 27. und 28. November statt.

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