«Wir sind nicht besser und nicht schlechter als andere Gemeinden», sagt Werner Steiner auf die Frage, ob Birmensdorf besonders gefährlich sei: Das könnte man vermuten, wenn man sieht, dass der Gemeinderat die öffentliche Sicherheit zuoberst auf die Liste der Legislaturziele gesetzt hat. Der Gemeindepräsident erklärt, es gehe darum, den zuletzt angestiegenen Vandalismus zu bekämpfen.

Besonders am Sonntagmorgen biete sich öfters ein trauriges Bild: Die grossen Blumentöpfe an den neuen Bushaltestellen würden umgekippt, Abfall liege herum und die Reparaturen am Spielplatz Zwüschetbäch hätten schon beachtliche Kosten verursacht.

Mehr Präsenz gegen Vandalen

Nun wolle der Gemeinderat die verschiedenen Sicherheitsbeauftragten besser koordinieren: Grundsätzlich habe sich die Kooperation von privaten und öffentlichen Sicherheitsdiensten bewährt. «Nun geht es darum, die verschiedenen Dienste noch besser zu koordinieren, um mehr Präsenz zu schaffen», erklärt Steiner. Auf diese Weise will der Gemeinderat nicht nur Vandalismus, sondern auch Dämmerungseinbrüchen vorbeugen. «Wir überlegen uns auch, ob wir an neuralgischen Punkten Videokameras einsetzen sollen. Das gab es bislang in Birmensdorf nicht», nennt der Gemeindepräsident eine weitere Möglichkeit.

Als weiteren Punkt hat sich der Gemeinderat die Förderung erneuerbarer Energien auf die Fahne geschrieben. Angesichts der angespannten finanziellen Lage der Gemeinde könne dies aber nicht über steuerliche Erleichterungen gefördert werden, wie die andernorts der Fall sei, erklärt Steiner. Es gelte aber, die nötigen Informationen zur Verfügung zu stellen und bei Bauvorhaben anzuregen, auch die Möglichkeit alternativer Energien zu prüfen.

«Nicht neu verschulden»

Ein besonderes Augenmerk will die Exekutive darauf haben, dass die Gemeinde nachhaltig wächst. Zu diesem Zweck sei es nötig, den Gestaltungsplan Aemet, bei dessen Genehmigung sich der Kanton auf die Hinterbeine stellte, voranzutreiben, damit die Interessenten ihre Bauvorhaben vorantreiben können.

Als vierten Hauptpfeiler nennt der Gemeinderat in seiner Mitteilung die Finanzpolitik – ein Dauerbrenner in Birmensdorf. «Wir wollen uns nicht neu verschulden. Das Budgetieren ist zurzeit aber ausserordentlich anspruchsvoll», sagt Steiner. Mit den Unsicherheiten des Neuen Finanzausgleichs, mit der neuen Spitalfinanzierung oder dem neuen Krankenpflegegesetz seien noch viele Unklarheiten verbunden. «Es spielt für unser Budget eine Rolle, ob der Spitalbeitrag 100000Franken oder 500000Franken beträgt», schildert Steiner die Schwierigkeiten. Das Ziel müsse aber sein, eine Steuererhöhung zu umgehen.