Rund 230'000 Zuschauer haben mitverfolgt, wie die Dietiker Wirte Maria de Lourdes und Heinz Schenkel in der Sendung «Mini Beiz, dini Beiz» ihre Gäste verwöhnten. Das erfolgreiche TV-Format war in der Taverne zur Krone zu Gast und erzielte eine höhere Quote als etwa die «Arena», die am selben Abend lief.

Menschen beim Essen zu betrachten ist ein TV-Dauerbrenner und das Konzept der SRF-Sendung – fünf Stammgäste lassen «ihre» Restaurants gegeneinander antreten – hat sich bewährt. Der jüngste Wettbewerb war für das Ehepaar Schenkel ein Erfolg auf ganzer Linie: Neben der Quote sorgte ein klarer Punktevorsprung für den Sieg der Woche. «Wir würden auf alle Fälle wieder in der Sendung mitmachen», sagt Heinz Schenkel. Man kenne nun den Ablauf. Dieser sei zwar streng – die Rede ist von zwölf Stunden Drehzeit –, aber die Werbung, die man dadurch erhalten habe, sei super, so der Wirt.

Rehrücken brachte den Sieg

Von seinem Stammgast vorgeschlagen – in der Sendung schlicht als Harri bezeichnet – ging man selbstbewusst in den Kampf: Man werde gewinnen, weil die Krone die «beste Küche», den «besten Service» und den «besten Stammgast» biete, so der Tenor zu Beginn der Sendung.

Taverne zur Krone bei «Mini Beiz, dini Beiz» (Quelle: SRF)

Diniert wurde im Restaurant der Krone selbst, die auch über andere Räume, wie die Tulpen-Brasserie mit den sechs Meter hohen Wänden, verfügt. Für das Menü des Abends – und das Programm der Sendung – war das Restaurant mit seinem historischen Flair aber ideal: Das Ehepaar Schenkel setzte ganz auf Wild, was bei allen Teilnehmenden das Wasser im Mund zusammenlaufen liess. «Gemeinsam mit dem Fernsehen haben wir im Vorfeld das Menü bestimmt, damit in den dazugehörenden Folgen nicht das Gleiche serviert wird», so Schenkel. Sein Rehrücken «Baden-Baden», der mit Pilzen, Marroni, Rotkraut und Früchten serviert wurde, liess quasi keine Kritik zu. Im Gegenteil: Hervorragend sei das Essen gewesen, wie einer der Teilnehmer begeistert sagte.

Spätestens an dieser Stelle ahnten die Zuschauer, dass die Dietiker ihre Konkurrenten wie «Uschis Beizli» in Winterthur oder den «Rosengarten» in Affoltern am Albis locker abhängen. Mit 38 von 40 möglichen Punkten in den Kriterien Ambiente, Essen und Preis-Leistungs-Verhältnis gab es eine Auszeichnung und stolze 1000 Franken für Stammgast Harri, der im übrigen das Dessert, den Marronikuchen, selbst in der Kronen-Küche zubereitete.

Positives Echo

Gedreht wurde die Episode bereits im September, man habe dem Ausstrahlungstermin letzten Freitag aber nicht entgegengefiebert. «Wir konnten die Sendung auch erst später schauen, weil wir gearbeitet haben», sagt Schenkel, der mit seiner Frau seit sieben Jahren die Krone leitet. Geht es nach den Reaktionen des Fernsehpublikums, soll diese Ära noch lange bestehen. «Das Echo war positiv», so der Wirt, der jetzt auch neue Gäste begrüssen darf. Allerdings sei ihr Lokal auch ohne Sendung generell gut besucht; eine Reservation könne also nicht schaden.