Restaurant

Wieder im Limmattal Essen: Nicht nur weniger Stühle und Plexiglasscheiben erwartet die Bevölkerung

Wirte müssen den Gästen das Hinterlassen der Angaben ermöglichen. (Symbolbild)

Wirte müssen den Gästen das Hinterlassen der Angaben ermöglichen. (Symbolbild)

Das Schutzkonzept der Gastrobranche ist bis ins Detail geregelt, wie der Beizen-Alltag in Coronazeiten aussehen wird. Dazu gehört auch, dass die Personendaten von allen Gästen erfasst werden.

In vielen Limmattaler Restaurants werden jetzt Stühle entfernt und Tische auseinandergerückt: «Auch wenn wir Plexiglasscheiben zwischen den Tischen installieren, verlieren wir etwa die Hälfte unserer Plätze im Restaurant»,sagt Marco Lazri, Inhaber des Restaurants Corona beim Schlieremer Bahnhof. Denn die Wirte, die ab Montag wieder öffnen, müssen klare Vorgaben einhalten. An einem Tisch dürfen sich Gruppen von maximal vier Personen setzen (ausser es handelt sich um Familien mit Kindern).

Zudem gilt im Restaurant ein Mindestabstand von zwei Metern. Und um eine Rückverfolgbarkeit der Gäste zu ermöglichen, müssen die Wirte nun zwar nicht wie angedacht zwingend die Namen und Telefonnummern der Gäste aufnehmen; sie müssen ihnen das Hinterlassen der Angaben aber ermöglichen.

Diese Auflagen sind gerade für die Gastroszene, die Gäste in einer freundlichen Atmosphäre empfangen will, happig. Deshalb verzichten insbesondere kleinere Betriebe auf eine Öffnung. Die Dietiker «Zeus»-Bar beispielsweise kann die Vorgaben in ihren Räumen und im Garten nicht gut erfüllen; es werde in einer Bar wie der ihrigen «ziemlich schwierig und ungemütlich», halten die Betreiber fest.

Die meisten Restaurants öffnen aber, wie sie auf ihren Internetseiten mitteilen (die Öffnungszeiten ändern sich teilweise). Die Inhaber sind froh, dass es wieder weitergeht, wenn auch mit Einschränkungen. «Die Zeit der Schliessung hat aufs Gemüt geschlagen», sagt Lazri vom Restaurant Corona. Mit dem Start – Lazri kann auch die Sommerbeiz beim Stadtplatz eröffnen – sei nun eine grosse Last weggefallen: «Ich kann meine 14 Angestellten weiterbeschäftigen.» Und er könne wieder Gäste empfangen. Die ersten Reservierungen sind schon eingegangen.

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