Es war kurz nach 14 Uhr am Samstag: Durch einen Wasserrohrbruch neben der Unterführung an der Badenerstrasse 1 in Schlieren schiesst eine etwa zehn Meter hohe Wasserfontäne in den Himmel. Der Wasserrohrbruch lenkte einen von Zürich her kommenden Fahrzeuglenker ab. Er gerät neben die Fahrbahn und fällt die Böschung bei der Unterführung runter. Bewusstlos bleibt der Mann in seinem Auto sitzen. Währenddessen flutet das Wasser die Unterführung.

Ruhig und besonnen gearbeitet

Zum Glück war das Ganze aber nur eine Feuerwehrübung. Und zum Glück ging es auch nicht lange, bis man die Sirene der Feuerwehr Schlieren vernahm. Nachdem die Mannschaft eingetroffen war, stand vorerst der Schutz der Feuerwehrleute im Vordergrund. Dann ging das Team ruhig und besonnen an die Arbeit.

Mit hydraulischen Rettungsgeräten entfernten die Feuerwehrleute die beiden Autotüren, damit der Verunfallte Lenker gerettet werden konnte. Gleichzeitig pumpten sie das Wasser aus der Unterführung.

Nach der Hauptübung gaben die Hauptinstruktoren Christian Roth und Sascha Bärenbold der Mannschaft eine vorwiegend positive Rückmeldung. Auch Feuerwehrkommandant Beat Ernst war vom Einsatz seiner Leute beeindruckt: «Für mich war es rundum eine gelungene Übung.» Zudem sei es für die zahlreich erschienenen Zuschauer eine interessante «Bühne» gewesen. «Wir üben ja auch solche Einsätze jeweils am Montagabend, so wie die Fussballer die Penaltys oder Freistösse trainieren», sagte Beat Ernst. Im Jahr seien dies rund 17 Übungen für die Mannschaft und etwas mehr fürs Kader, so der Schlieremer Feuerwehrkommandant, der hauptberuflich bei der Stiftung Solvita als Leiter Sicherheit arbeitet.