Dietikon
Wenn Senioren ihre Hüften schwingen

Nach einer längeren Durststrecke treffen sich Seniorinnen und Senioren wieder zum gemeinsamen Tanz in Dietikon.

Lukas Brügger
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Ein Mann mit einem schwarzen Hemd, Brille und grauen Haaren betritt den Raum und ruft laut «Hallo zusammen!». Die Personen, die bereits im Saal sitzen und auf den Tanznachmittag warten, grüssen freundlich zurück. Der Mann mit dem euphorischen Auftritt ist Peter Ley, der jeweils für die musikalische Unterhaltung im Saal sorgt. Er kennt die regelmässigen Besucher mittlerweile gut und sagt sogar: «Wir sind schon fast wie eine Familie.»

30 bis 35 Personen treffen sich seit Oktober jeden dritten Freitag im Monat im Restaurant Ochsen zum gemeinsamen Singen und Tanzen. Organisiert wird die Veranstaltung von Pro Senectute zusammen mit dem Seniorenrat der Stadt Dietikon. «Ich freue mich immer wieder riesig darüber, dass so viele Leute mit dabei sind», sagt Esther Bossert, Mitglied Ortsvertretung Pro Senectute in Dietikon, die an diesem Freitag auch fleissig mittanzt.

Alle, die da sind, geben vollen Einsatz: Schon beim ersten Stück betreten die Seniorinnen und Senioren zahlreich die Bühne, um das Tanzbein zu schwingen. Damit sich die engagierten Tänzerinnen und Tänzer auch zwischenzeitlich erholen können, ruft Ley immer wieder über sein Mikrofon eine «Whiskey-Pause» aus. Das klingt zuerst etwas seltsam. Denn auf dem Tisch steht zwar kein Whiskey, dafür aber zahlreiche Wein- und Biergläser – Hauptsache aber, alle wissen, was damit gemeint ist. Die Pausen sind erstaunlich kurz, lange hält es die jung gebliebenen Tänzerinnen und Tänzer nicht auf den Stühlen.

Im Sommer pausiert die Veranstaltung, aber im Februar und März besteht für die Seniorinnen und Senioren nochmals die Gelegenheit, sich auf der Tanzfläche im «Ochsen» auszutoben. Die Planung fürs nächste Jahr ist offen. «Die aktuelle Saison ist für uns eine Testphase. Wir werden im Sommer entscheiden, wie es weitergeht», sagt Susanna Kind, Mitglied im Seniorenrat Dietikon. Für Bossert hingegen ist klar, dass sie weiterhin die Veranstaltung organisieren möchte: «Ich bin mit Herzblut dabei, auch nächstes Jahr wieder.»