Zürich

Weniger Luftbelastung im Kanton Zürich – Grenzwerte trotzdem überschritten

Die Luft im Kanton Zürich ist besser geworden. Im Bild eine Messstation auf dem Kasernenareal in Zürich. (Archivbild)

Die Luft im Kanton Zürich ist besser geworden. Im Bild eine Messstation auf dem Kasernenareal in Zürich. (Archivbild)

Die Luft ist im Kanton Zürich letztes Jahr besser geworden. Die Belastung mit Stickstoffdioxid und Feinstaub ist gegenüber den Vorjahren weiter gesunken.

An stark verkehrsreichen Standorten wie der Zürcher Rosengartenstrasse werden die Grenzwerte allerdings immer noch überschritten, wie die Zürcher Baudirektion am Dienstag mitteilte. Ebenso ist die Ozonbelastung (O3) bei Sommersmog weiterhin grossflächig deutlich zu hoch. Immerhin ging sie gegenüber dem Hitzesommer 2018 zurück.

Ammoniak in der Luft bedrängt Biodiversität

Zudem liegen die Einträge stickstoffhaltigen Ammoniaks aus der Luft in empfindliche Ökosysteme weiterhin deutlich über dem Sollwert. Wie die Messungen zeigen, sind viele Naturschutzgebiete betroffen.

Ammoniak wirkt als stickstoffhaltiger Dünger. Er gilt als ein Haupttreiber des Biodiversitätsverlusts in der Schweiz. Die Düngung aus der Luft schadet vielen seltenen Pflanzen - etwa Orchideen, die natürlicherweise nur wenig Stickstoff benötigen.

Der Ammoniak stammt hauptsächlich aus der Tierhaltung in der Landwirtschaft und entweicht beim Ausbringen von Gülle oder aus Ställen ungewollt in die Luft. Massnahmen zur Verminderung von Ammoniakemissionen setzen deshalb dort an. Abhilfe schaffen sogenannte emissionsarme Rindviehställe, emissionsarme Ausbringtechniken für Hofdünger oder die Reduktion von Eiweissen in den Futtermitteln.

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