Der geplante Polizeiverbund rechtes Limmattal zwischen Unterengstringen, Weiningen und Oetwil soll als Zweckverband organisiert werden. Mit der Wahl dieser Organisationsform liegen die drei Gemeinden im Trend. Der Zweckverband ist nach wie vor die häufigste Kooperationsform zwischen Gemeinden im Kanton. Gemäss einer erstmals dieser Thematik gewidmeten Untersuchung des statistischen Amtes des Kantons Zürich, existieren knapp 200 Zweckverbände.

Mit Ausnahme der Stadt Zürich sind sämtliche Zürcher Gemeinden in mindestens einem Zweckverband organisiert. Allerdings ist die Zusammenarbeit über die Gemeindegrenzen hinweg jedoch nicht überall gleich beliebt, wie die Erhebung zeigt. So ist die Stadt Winterthur in nur einem Zweckverband Mitglied, während es die Gemeinden Steinmaur und Wil auf jeweils zwölf Mitgliedschaften bringen.

Geografische Nähe zählt

Nur knapp dahinter folgen mit Oetwil und Geroldswil zwei Gemeinden aus dem Bezirk Dietikon. Beide sind Mitglied in je elf Zweckverbänden. Zusammen mit Weiningen bilden sie das «eigentliche Ballungszentrum der Zusammenarbeit» im Limmattal, wie die Studienverfasser schreiben. Bezirksintern auf der anderen Seite der Skala steht Uitikon mit drei Mitgliedschaften.

Die Neigung, sich mit anderen Gemeinden zusammenzutun, ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Vereinfacht lautet die Regel: je urbaner und je reicher eine Gemeinde ist, desto weniger ist sie auf Zweckverbände angewiesen. Umgekehrt bedeutet dies, dass je ländlicher und je ärmer eine Gemeinde ist, desto wichtiger wird die interkommunale Zusammenarbeit. Wie die Untersuchung weiter zeigt, werden Zweckverbände meist zwischen Gemeinden geschlossen, die geografisch eng zusammenliegen. Auch in dieser Beziehung gibt es grosse Unterschiede. Während die Gemeinden im Bezirk Horgen nur untereinander vernetzt sind, reichen die Vernetzungen im Spitalverband Limmattal und im Kläranlagenverband

Birmensdorf über die Bezirksgrenze hinaus.

Der Spitalverband ist denn auch der grösste Zweckverband der Region. Er wurde 1959 gegründet und ist damit zusammen mit dem Kläranlagenverband Limmattal der zweitälteste Zweckverband im Bezirk. Älter ist lediglich die Zürcher Planungsgruppe Limmattal, die 1957 ins Leben gerufen wurde. Sie ist zudem der einzige Zweckverband, in dem sämtliche elf Gemeinden des Bezirks Dietikon Mitglied sind. Im Spitalverband sind mit Ausnahme von Uitikon ebenfalls alle Bezirksgemeinden vertreten.