Aktion Schulanfang
Weil sie bei Schule zu schnell fuhren: 9600 Lenker von Kantonspolizei gebüsst

Die Zürcher Kantonspolizei hat nach dem Schulanfang vier Wochen lang Kontrollen in der Nähe von Schulhäusern und Kindergärten im ganzen Kanton durchgeführt.

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Die Kantonspolizei Zürich setzt sich für einen sicheren Schulweg ein. (Archiv)

Die Kantonspolizei Zürich setzt sich für einen sicheren Schulweg ein. (Archiv)

Nadja Rohner

Das Ziel dieser Aktion war, die Schülerinnen und Schüler als jüngste und auch schwächste Verkehrsteilnehmer zu schützen, wie die Kantonspolizei Zürich am Montag mitteilt. Sie beendete ihre Schwerpunktaktion am 16. September.

Die Polizei kontrollierte innert knapp eines Monats Fahrzeuge in der Nähe von Schulgebäuden und Kindergarten, ob sie das Tempolimit einhalten und auf den Vortritt für Passanten am Fussgängerstreifen gewähren. Die Beamten kontrollierten zudem, ob sich auch die Fussgänger an die Verkehrsregeln halten.

Temposünder mit 94 km/h

Die Kantonspolizei büsste insgesamt 9593 Lenker weil diese die Höchstgeschwindigkeit überschritten. Das sind pro Tag zirka 340 Personen. Elf Strafanzeigen wurden eingereicht.

Der schlimmste der Strassenrowdies fuhr in einer Tempo-50-Zone mit 94 km/h durch die Strassen – direkt in die Hände der Kantonspolizei.

Hinzu kommen 130 Verstösse gegen das Vortrittsrecht durch Autofahrer sowie 400 Verwarnungen und Bussen an Fussgängerinnen und Fussgänger.

Keine steigende Tendenz

Die Kantonspolizei Zürich führt diese Kontrollen jedes Jahr zu Beginn des Schuljahres für jeweils einen Monat durch. Obwohl es sehr viele gebüsste Verkehrsteilnehmer gab, sind es im Vergleich zu den letzten zwei Jahren etwa gleich viele Verstösse, wie eine Sprecherin auf Nachfrage der Limmattaler Zeitung sagt. (mip)