Fahrweid

Wegen Bauarbeiten: Die Quartierbewohner müssen sich auf längere Einschränkungen einstellen

Wer von Dietikon nach Geroldswil will, muss die Brunaustrasse nehmen. So sieht es das temporäre Verkehrskonzept vor.

Wer von Dietikon nach Geroldswil will, muss die Brunaustrasse nehmen. So sieht es das temporäre Verkehrskonzept vor.

Ab Anfang April werden im Quartier Regiowärme- und Wasserleitungen verlegt. Das hat Auswirkungen auf die Verkehrsführung.

Im Untergrund tut sich was. Seit geraumer Zeit ist die Limeco daran, ihr Regiowärme-Netz auszubauen. An einigen Orten sind die Arbeiten bereits abgeschlossen, an anderen geht es bald so richtig los, etwa in der Fahrweid. Ab Anfang April wird dort gebaut. Gleichzeitig mit der Verlegung der Regiowärme-Hauptleitung durch die Limeco werden die Gemeinden Geroldswil und Weiningen ihre Wasserleitungen im Quartier ersetzen. Das alles hat Auswirkungen auf die Verkehrsführung durch die Fahrweid.

Am Dienstagabend informierten die Gemeinden Weiningen und Geroldswil gemeinsam mit der Limeco die Bevölkerung über die anstehenden Bauvorhaben sowie das neue, temporäre Verkehrskonzept im Quartier. Los geht es ab dem 3. April. Dann muss die Fahrweidstrasse halbseitig gesperrt werden und wird zur Einbahnstrasse, wie Thomas Schneebeli von der Suisseplan Ingenieure AG den Anwesenden im Quartierzentrum Föhrewäldli erklärte. Bis Ende Jahr wird sie nur noch von Geroldswil Richtung Dietikon befahrbar sein.

Ausgenommen davon ist der Bus, der per Lichtsignalanlagen durch die verschiedenen Baubereiche geleitet und die Haltestellen an der Fahrweidstrasse wie gewohnt bedienen wird. Anders sieht es für Autofahrer aus, die von Dietikon her über die Brunaustrasse ins Quartier oder nach Geroldswil umgeleitet werden. Auch auf dieser Strasse wird dann ein Einbahnregime eingeführt.

Viele Fragen zum Verkehrskonzept

Angesichts dieser Tatsache verwunderte es nicht, dass sich die meisten Fragen aus dem Plenum denn auch um das neue Verkehrskonzept drehten. Etwa darum, ob auch Lastwagen über die Brunaustrasse umgeleitet werden. Laut Schneebeli wird eine Tafel aufgestellt, die Lastwagenfahrer eine Umleitung über die Niederholzstrasse signalisiert.

Auch die Betonkissen auf der Brunaustrasse waren Thema. Wie Schneebeli erklärte, sei man am Prüfen, ob diese abgeflacht werden, um den Verkehr zu verflüssigen. Er sagte auch, dass es das Ziel sei, dass man zu allen Grundstücken zufahren könne. Überhaupt, so Schneebeli, werde man die neue Verkehrsführung genau im Auge behalten und wenn nötig Anpassungen vornehmen. Etwa durch den Einsatz von Verkehrslotsen für die Schüler.

Einschränkungen über 2018 hinaus

Mit Einschränkungen müssen die Bewohner der Fahrweid auch über 2018 hinaus leben. Denn mit der Verlegung der Regiowärme-Hauptleitung und den neuen Wasserleitungen sind die Bauarbeiten im und um das Quartier noch lange nicht abgeschlossen. Noch dieses Jahr beginnen die Vorbereitungsarbeiten für die Erneuerung der Kanalisation, die für 2019 geplant ist.

Über ein entsprechendes Projekt, das auch den Ausbau des Pumpwerks Länggenbach beinhaltet, haben die Stimmberechtigen von Geroldswil und Weiningen vergangenen September befunden. Der Ausbau ist notwendig, weil es bei starkem Regen zu Rückstaus kommt und das Abwasser im Quartier nicht richtig abfliessen kann, sagte Thomas Di Lorenzo, Leiter Abwasserwirtschaft bei der Limeco.

Erstellt wird die neue Kanalisation zu grossen Teilen im sogenannten Microtunneling-Verfahren. Dabei bohrt sich eine Maschine durch den Boden, sodass nicht überall offene Gräben entstehen. Dieses Verfahren funktioniere fast erschütterungsfrei, wie Schneebeli erklärte. Eine Hauptbaustelle wird die Kreuzung von Fahrweid- und Austrasse werden. Von dort wird gleich in vier Richtungen gebohrt. Nach diesen Arbeiten beginnt der Kanton voraussichtlich 2020 mit der Umlegung der Niederholzstrasse. Etwa 2022 wird die Fahrweidstrasse umgestaltet, ehe wieder Ruhe im Quartier einkehrt.

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