Gateway Limmattal
Vorwurf: SBB Cargo ignoriert Schutzbedürfnis der Bevölkerung

Die Limmattaler Bevölkerung wird von SBB Cargo nicht vor Lärm, Gestank oder Stau geschützt. Das Gateway-Projekt sehe keinerlei Schutzmassnahmen vor, kritisiert das Komitee "Gateway: so nicht!"

Jürg Krebs
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Das Komitee "Gateway: so nicht!" kämpft gegen einen Container-Umschlagterminal beim Rangierbahnhof Limmattal. Befürchtet werden Lärm und Stau.

Das Komitee "Gateway: so nicht!" kämpft gegen einen Container-Umschlagterminal beim Rangierbahnhof Limmattal. Befürchtet werden Lärm und Stau.

Limmattaler Zeitung

Erneut kritisiert das Komitee "Gateway: so nicht!" die Pläne von SBB Cargo. Im Limmattal soll nämlich ein Container-Umschlagterminal beim Rangierbahnhof errichtet werden.

Doch beim 150 Millionen Franken teueren Projekt seien keinerlei Massnahmen der örtlichen Bevölkerung vor Lärm, Gestank und Stau vorgesehen. Das sei am Montag anlässlich eines Gesprächs mit SBB Cargo deutlich geworden, schreibt das Komitee in einer Mitteilung von heute Morgen.

Gemäss Komitee zeige sich erneut, dass SBB Cargo die Interessen der betroffenen Bevölkerung ignoriere. Insbesondere die geplante Erschliessung über die Dietiker Güterstrasse sei absolut inakzeptabel. Obwohl eine Zu- und Wegfahrt im westlichen Teil des Areals in unmittelbarer Nähe der Autobahnzufahrt gebaut werden könnte, plane SBB Cargo die Erschliessung durch das zukünfitge Wohnquartier im Niderfeld.

Zufahrt durchs Wohnquartier ist unsinn

Dies hätt nicht nur für das Niderfeld sondern auch für das Dietiker Industriegebiet Silbern negative Auswirkungen, denn das ohnehin stark überlastete Strassennetz würde zusätzlich behindert. Ein Verkehrskollaps zu Stosszeiten sei vorprogrammiert.

Es sei zudem erstaunlich, dass die Verantwortlichen der SBB Teile des Projekts auf Grundstücken der Stadt Dietikon planen würden. Ein Landverkauf durch die Stadt Dietikon sei mit diesem unsensiblen Projekt politisch jedoch bestimmt nicht mehrheitsfähig. Tatsächlich erklärt der Dietiker Stadtrat regelmässig, dass er das Gateway-Projekt auch juristisch bekämpfen werde. Das Komitee fordert, auf städtisches Land zu verzichten.