Eishockey
Vor Wings-Knaller: «Abstieg wäre eine mittlere Katastrophe»

Am Samstag gehts auf der Urdorfer Kunsteisbahn Weihermatt um alles oder nichts. Ab 18 Uhr spielen die Limmattal Wings und Dübendorf II gegen den Abstieg aus der 3. Liga.

Raphael Biermayr
Drucken
Teilen
Auch auf die Leistung von Wings-Goalie Andrej Gingg wird es am Samstag ankommen.

Auch auf die Leistung von Wings-Goalie Andrej Gingg wird es am Samstag ankommen.

bier

Ein Spiel entscheidet über die Zukunft. Im Fall der Limmattal Wings ist das möglicherweise nicht nur eine Phrase: Ein Abstieg in die tiefste Liga könnte das Aus für den Verein bedeuten.

Das deutet Wings-Sportchef Lolo Bertschmann an, was besonders aufhorchen lässt. Denn das Limmattaler Eishockey-Urgestein ist wahrlich kein Alarmist. «Ein Abstieg wäre eine mittlere Katastrophe. Wir würden wohl sehr lange nicht mehr aufsteigen», führt er aus.

Bertschmann ist auch Sportchef des Zweitligisten EHC Urdorf, was die Zusammenarbeit zwischen den einst verfeindeten Vereinen intensiviert hat: Zahlreiche Spieler liefen im Laufe der Spielzeit für beide Equipen auf.

Im Falle einer Relegation der Wings dürfte diese Durchlässigkeit überflüssig werden, denn der sportliche Wert der 4. Liga ist ungleich tiefer als jener der 3. Liga.

Hier lauert die Gefahr für den 1966 gegründeten Kleinklub: Der Abstieg würde den Altgedienten im Team den Rücktritt erleichtern und Urdorfern eine nachvollziehbare Begründung zu geben, nicht für den «kleinen Bruder» zu spielen.

Hruby ist zurück

Um das zu verhindern, haben die Wings alle verfügbaren Kräfte mobilisiert. Selbst Cyrill Hruby, der vorwiegend wegen beruflicher Verpflichtungen seit Mitte Dezember keine Partie mehr bestritten hat, ist wieder ins Training eingestiegen und steht am Samstag im Aufgebot. «Er kann zwar nicht mehr oft hin- und herfahren – aber er trifft das Tor», ist Lolo Bertschmann vom positiven Zutun des langjährigen Topskorers Hruby überzeugt.

Die Wings nutzten die zweiwöchige Pause nach dem letzten Qualifikationsspiel. Sie trainierten häufiger als je zuvor, dank des Entgegenkommens des EHC Urdorf. «Wir sind bereit», sagt Trainer Mike Weiss.

Was den Gegner anbelangt, können die Wings nur mutmassen. Bertschmann glaubt, dass die Dübendorfer nur deshalb nicht einem früheren Austragungstermin für das Entscheidungsspiel zugestimmt haben, weil sie auf Verstärkung durch Junioren warteten, deren Meisterschaften beendet sind.