Dreifach gekrönt

Von Weiningen nach Los Angeles: Wie Greg Manning die amerikanische Smooth-Jazz-Szene eroberte

Von Weiningen nach Los Angeles: Greg Manning hat sich in den USA etabliert.

Von Weiningen nach Los Angeles: Greg Manning hat sich in den USA etabliert.

Mit seiner neuen Single «Top down» landete Greg Manning auf Platz eins der drei wichtigsten amerikanischen Smooth-Jazz-Charts. Angefangen hat seine musikalische Reise jedoch im Limmattal. Nach harter Arbeit reitet er jetzt auf der Erfolgswelle.

Vor über 20 Jahren brach der Keyboarder und Produzent Greg Manning vom Limmattal in die USA auf, um voll auf die Musik zu setzen. Jetzt hat er es im Genre Smooth Jazz bis ganz an die Spitze geschafft. «Die Konkurrenz in Amerika ist riesengross. Ich hätte nie gedacht, dass ich fünf Jahre nach dem Album ‹Dance With You› auf Platz eins der Billboard-Charts landen werde», sagt der in Weiningen aufgewachsene Musiker. Er freut sich sehr über den Erfolg seiner neuen Single «Top Down»: «Das ist eine grosse Anerkennung und eine Bestätigung meiner Arbeit.»

Der Song ist schon seit rund 20 Wochen in den Charts, kletterte vergangene Woche aber erstmals auf Platz eins. Damit erreichte Manning die «Triple Crown» – den Spitzenplatz in den drei wichtigsten amerikanischen Smooth-Jazz-Ranglisten. Zuvor landete die Single bereits auf Platz eins des «Smooth Jazz Network» und der «Smooth Mediabase AC».

Der Weg dorthin verlief alles andere als linear. Nachdem Manning am Berklee College of Music in Boston Filmmusik studiert hatte, ging er mit dem renommierten Jazz-Sänger und Gitarristen Jonathan Butler auf Tour und wurde für fast zehn Jahre zu Butlers Keyboarder und musikalischem Leiter. Seiner Ausbildung in Filmmusik kehrte er aber nicht einfach den Rücken, sondern er arbeitete unter anderem auch für bekannte amerikanische TV-Serien wie «Scrubs» und «Samantha Who».

Nächste Woche spielt Manning auf einem Kreuzfahrtschiff.

Nächste Woche spielt Manning auf einem Kreuzfahrtschiff.

Vier Jahre nach seinem Debütalbum schaffte es Manning, der mit bürgerlichem Namen Gregory Wachter heisst, mit seinem zweiten Werk «Dance With You» erstmals in die Top 10 der Billboard-Charts. Zwei Jahre später doppelte er mit «Sugar & Spice» nach und landete gleich mit drei Songs in den Top 10.

«Nach all den Jahren als Musiker und Produzent habe ich meinen eigenen Sound gefunden», sagt Manning. Er versuche nicht mehr, seine unerreichbaren Idole wie Quincy Jones, Herbie Hancock oder Stevie Wonder zu imitieren. «Der Erfolg zeigt mir, dass das eine gute Entscheidung war», sagt er. Seinen neusten Song schrieb er zusammen mit dem italienischen Saxofonisten Gianni Vancini, einem guten Freund, mit dem er bereits mehrmals kollaborierte.

Hier Mannings neue Single:

Sehnsucht nach dem Wiesentäli

Der in Los Angeles wohnhafte Manning spielt nicht nur zusammen mit den bekanntesten Smooth-Jazz-Musikern der Szene und tritt an den grössten Smooth-Jazz-Festivals auf. Er tourt auch immer wieder durch die Welt und spielte etwa an der Eröffnung renommierter Jazz-Klubs in Tokio und Peking. Bald reist Manning nach Australien und sticht von dort aus für eine Woche mit dem Kreuzfahrtschiff in See. Als Teil der musikalischen Kreuzfahrt «Dave Koz & Friends at Sea» wird er zusammen mit Gitarrist Tony Pulizzi, Drummer Tony Moore und Bassist Stan Sergeant als «The LA Collective» auftreten.

Obwohl Greg Manning viel erlebt und erreicht hat, seit er in die USA aufgebrochen ist, hat er seine Herkunft nicht vergessen. Er werde sich immer mit Weiningen verbunden fühlen, weil er dort aufgewachsen sei. Seine Eltern leben noch heute im Dorf. «Leider erlaubt es mein Terminkalender nicht, allzu oft in die Schweiz zu kommen», sagt er. Neben seinen Eltern und Freunden vermisse er besonders das lauschige und idyllische Wiesentäli sehr. «Ich liebe die Natur. Sie gibt mir Kraft und Inspiration.»

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