Statistik
Von der Heizung bis zum Lieblingsgetränk: Was in Zürich zählt

Von der Heizung bis zum Bierkonsum: Statistik Stadt Zürich fasst die Limmatstadt in Zahlen zusammen.

Lina Giusto
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Der Blick hinter die Fassaden Zürichs verrät einiges über die Stadtbewohner und ihre Lebensgewohnheiten.

Der Blick hinter die Fassaden Zürichs verrät einiges über die Stadtbewohner und ihre Lebensgewohnheiten.

Severin Bigler

In der grössten Stadt der Schweiz leben über 400'000 Menschen. Während zwei Drittel der Bewohner Schweizerinnen und Schweizer sind, stammt ein Drittel der Bevölkerung aus 170 anderen Nationen. Zürich ist trotz seiner Grösse nicht die am dichtesten bebaute Stadt der Schweiz. Pro Quadratkilometer leben in den 12 unterschiedlichen Stadtkreisen im Durchschnitt 4500 Personen. Zum Vergleich: In Basel leben dagegen 7100 und in Genf sogar 12'400 Personen auf einem Quadratkilometer. Auch wenn man die für Zürich charakteristischen grossen Wald-, Wiesen- und Seeflächen auf dem Stadtgebiet abzieht und nur die Siedlungsfläche betrachtet, ist Zürich weniger kompakt bebaut als Genf und Basel.

Über die Besonderheiten der bunt gemischten Bevölkerung, ihre Lebensgewohnheiten und die Charakteristiken von Zürich hat Statistik Stadt Zürich einen Fundus von Zahlen. Einige wenige davon sollen hier etwas näher beleuchtet werden.

Heizung

16 Prozent der Stadtzürcher Bevölkerung beispielsweise beheizt in den Wintermonaten ihre Wohnung mit Fernwärme aus den Kehricht- und Holzverbrennungsanlagen. Erneuerbare Energien werden seit nun zehn Jahren zunehmend genutzt. Besonders in Zürich-Nord und Zürich-West, wo die meisten neugebauten Wohnungen entstanden sind, wird mit Fernwärme von Entsorgung + Recycling Zürich geheizt. Während in den restlichen Stadtgebieten dagegen die Wärmepumpe auf dem Vormarsch ist, werden ältere Gebäude nach wie vor mit Öl- und Gasheizungen warm gehalten.

Herkunft

In den beheizten Wohnungen leben Menschen unterschiedlicher Kulturen und Alterskategorien. Insgesamt 1270 Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt Zürich sprechen Rätoromanisch als Hauptsprache. Zu den häufigsten 30 Stadtzürcher Hauptsprachen gehören unter anderem Arabisch (2240 Personen), Thai (1320 Personen), Farsi (870 Personen) gefolgt von Japanisch (650 Personen), Tigrinya (550 Personen) sowie Bengalisch (510 Personen) und Tagalog (490 Personen). Ob die vierte Landessprache wieder vermehrt Beachtung erhält, ist unklar.

Bildung

Was dagegen sicher ist: Vier von fünf Stadtbewohner, die zwischen 25 und 34 Jahren alt sind, absolvieren eine Weiterbildung.

Beliebte Namen

Auch die kleinsten und jüngsten Bewohner der Stadt Zürich dürfen in den statistischen Auswertungen nicht fehlen. Insgesamt 29 Babys mit dem Vornamen Emma und 30 Louis feierten im Jahr 2017 ihren ersten Geburtstag. Bei den Mädchen folgten bei den beliebtesten Namen 25 Julias, 23 Ellas und ebensoviele Linas, während es bei den Knaben 27 Julians, 24 Liams und 21 Babys mit dem Namen Moritz waren.

Grünfläche

Obwohl es drinnen in dieser Jahreszeit schön warm ist, hat Zürich mit seinen Pärken, der Seeuferpromenade und den vielen öffentlichen Plätzen einiges zu bieten. So sind zum Beispiel im städtischen Baumkataster rund 22'000 auf öffentlichem Grund stehende Strassenbäume erfasst. Wie Statistik Stadt Zürich mitteilt, sind davon 1660 gepflanzte Weihnachtsbäume. Wie viele davon in der Weihnachtszeit geschmückt waren, ist nicht bekannt.

Parkplätze

So grün sich die Stadt Zürich auch präsentiert, auf den Strassen zeichnet sich ein etwas anderes Bild. Insgesamt verzeichnet die Limmatstadt rund 28'000 öffentliche Abstellplätze für Zweiräder. Das sind etwa 2,5 Mal weniger, als es öffentliche Autoparkplätze gibt.

Veranstaltungen

All diese Parkierungsmöglichkeiten benötigen Zürcher wie auch von ausserhalb kommende, wenn sie einen der zahlreichen Veranstaltungen in Zürich besuchen wollen. Beispielsweise als sie am jüngst durchgeführten Silvesterlauf die rund 20'444 Läuferinnen und Läufer vom Strassenrand aus anfeuerten. Oder als 10'000 Zuschauerinnen und Zuschauer im vergangenen Sommer ins Stadion Letzigrund strömten, um die Schweizer Leichtathletik Meisterschaften zu verfolgen. Bei lauen Temperaturen, wie die Statistiker wissen.

Klima

Denn der Sommer 2017 war der Drittwärmste seit dem Messbeginn im Jahr 1864. Zwischen Juni und August betrug die durchschnittliche Tagestemperatur in Zürich 19,5 Grad. Diese liegt 1,8 Grad über dem Normwert.

Lieblingsgetränk

Bei solch milden Temperaturen gönnen sich die in Zürich Wohnhaften auch gerne eine kühlende Erfrischung: 4,3 Prozent der Bevölkerung trinkt täglich Bier.