Die Primarschule Oetwil-Geroldswil boomt: Ab August 2017 kommen im Geroldswiler Schulhaus Huebwies sicher eine Kindergartenklasse und eine Schulklasse dazu. Auch das Schulhaus Fahrweid könnte Zuwachs erhalten: Dort ist eine zusätzliche Schulklasse wahrscheinlich. Von heute rund 680 steigt die Kinderzahl in Primarschule und Kindergarten nächsten Sommer auf total gut 730, und bis im Schuljahr 2021/2022 sogar auf 850.

Der grösste Ausbau ist im Schulhaus Huebwies nötig. Vorgesehen ist eine Gebäudeaufstockung um zwei Geschosse. Noch ist nicht geklärt, ob dies statisch möglich ist. Zudem ist ein Annexbau östlich des Singsaals vorgesehen, womit etwas Pausenplatzfläche verloren geht. Eine Zustandsanalyse des Schulhauses zeigte weiter, dass Teile davon saniert werden müssen, zum Beispiel über 40 Jahre alte Fenster.

Im Winter 2018 sollen die Baumaschinen auffahren

Nun geht es an die Projektierung. Im Oktober 2017 soll ein Gesamtleistungsanbieter den Zuschlag für Ausbau und Erweiterung erhalten. Für Mai 2018 ist die Urnenabstimmung über den Baukredit vorgesehen, welcher grob geschätzt sechs Millionen Franken betragen wird. Bis spätestens Winter 2018 soll dann der Start der einjährigen Bauarbeiten erfolgen.

24 von 27 Stimmberechtigten stimmten am Dienstagabend an der Schulgemeindeversammlung im Singsaal Huebwies dem Projektierungskredit zu. Dieser beläuft sich auf 245 000 Franken.

«Zurück an den Absender»: Bürger nicht zufrieden mit Budget

Auch das Budget 2017 wurde angenommen. Erwartet wird ein Defizit von 550 000 Franken, die aus dem Eigenkapital entnommen werden, das somit auf 2,34 Millionen Franken sinkt. Die Schulgemeinde hat zudem eine Million Franken Schulden. Der Aufwand beträgt 13,09 Millionen Franken, der Ertrag mit Steuern 12,54 Millionen Franken. Der Steuerfuss wird auf 37 Prozent belassen.

Steigen schon bald die Steuern?

Auf die Primarschule würden schwierige Zeiten zukommen, sagte Finanzvorstand Marcel Meier mit Blick auf die Zukunft. Ein Bürger von Oetwil ist mehr als besorgt und regte an der Schulgemeindeversammlung an, das Budget zurück an den Absender zu schicken. Schliesslich sei das Eigenkapital in fünf Jahren aufgebraucht, wenn es so weitergehe. Ein weiterer Oetwiler pflichtete ihm bei: «Es ist wohl klar, dass so dann eine Steuerfusserhöhung nötig wird.»

Franz Heller von der Rechnungsprüfungskommission (RPK) versicherte, dass die RPK das Budget genau anschaue, aber auch kein Sparpotenzial mehr sehe. Der Antrag auf Budgetrückweisung holte dann bloss zwei Ja-Stimmen, das Budget kam durch. Immerhin: Die Rechnung 2016 wird voraussichtlich um über 100 000 Franken besser abschliessen als erwartet.

Schulpflege baut ein neues Ressort «Schulentwicklung» auf

Die Schulpflege hat zudem ihre Ressortverteilung neu geregelt. Schulpflegerin Christine Sieber führt ab 1. Januar das neue Ressort Schulentwicklung und Qualitätssicherung. Ihr bisheriges Ressort Musikschule/Freizeitkurs wird auf andere Schulpflegemitglieder aufgeteilt.