Noch dauert es eine Weile, bis die grosse Limmattaler Projektschau «Regionale 2025» über die Bühne gehen wird. Erste Entscheide, was dort gezeigt werden soll, sind mittlerweile aber schon gefallen. Der Vorstand des Vereins Regionale Projektschau Limmattal, der für die Ausstellung verantwortlich zeichnet, hat unlängst die ersten acht Projekte bestimmt, wie es in einer Mitteilung heisst.

Gezeigt werden sollen 2025 innovative Projekte und Ideen, die für den gesamten Raum Limmattal stehen, zu einer regionalen Identität führen und ein Zugehörigkeitsgefühl in der Bevölkerung schaffen. Gegründet wurde der Verein vor zwei Jahren. Er wird von 15 Limmattaler Gemeinden und den Kantonen Aargau und Zürich getragen. Die Auswahl der ersten Projekte traf er auf Empfehlung einer von Bernd Scholl, Professor für Raumentwicklung an der ETH Zürich, geleiteten Fachjury, wie es weiter heisst.

Drei Themenfelder

Die Projekte, die zumeist von den Mitgliedergemeinden eingebracht wurden, stammen aus insgesamt drei Themenfeldern:

Freizeit und Natur:
In diesem Bereich hat sich der Vorstand für das Projekt «Blaues Band» entschieden, das sich aus verschiedenen Bausteinen und Angeboten entlang der Limmat zusammensetzt. Diese reichen von Renaturierungsmassnahmen bis zu einem einzelnen Steg ins Wasser. Ihnen gemeinsam ist «die Verbesserung der Zugänglichkeit und Abflachung der Ufer, der Erlebbarkeit der Limmat als Ort für Wassersport und Baden sowie die Verflechtung mit den bestehenden industriekulturellen und historischen Sehenswürdigkeiten nebst zusätzlichen Querungsmöglichkeiten des Flusses», heisst es im Projektbeschrieb.

Zur Projektfamilie «Blaues Band» gehört auch das Projekt «Neuenhof am See». Die Gemeinde will sich stärker der Limmat zuwenden und die Situation am durch den vom Wehr aufgestauten See besser nutzen.

Das dritte Projekt in diesem Themenfeld betrifft die Landschaftsspange Sulperg-Rüsler. Also den Raum zwischen den beiden Höhenzügen. Er ist einer von vier talquerenden Freiräumen, der den Siedlungsraum gliedern und zur ökologischen Vernetzung beitragen soll.

Siedlung und Mobilität:
Aus diesem Themenfeld wurden zwei Projekte gewählt. So soll das Gaswerkareal Schlieren weiterentwickelt werden, unter anderem bezüglich des Nutzungsmix. Das andere Projekt betrifft die Realisierung eines Velo-Schnellweges im Limmattal.

Kultur:
Auch aus diesem Themenfeld stammen zwei Projekte. Das eine ist ein Entwicklungsplan zur Modernisierung und Erweiterung des Bruno-Weber-Parks. Das andere bemüht sich um die Realisierung eines Kultur-Schnitzelwegs im Limmattal. Gemeint ist damit eine interaktive Web-Plattform, die über Kunst im öffentlichen Raum informiert.

Laufend auf der Suche nach neuen Projektideen

In einem nächsten Schritt sollen die nun ausgewählten Projekte von den Initianten zusammen mit den Machern der «Regionale 2025» konkretisiert werden, wie der Mitteilung zu entnehmen ist. Weiter will man sich gemeinsam um die Finanzierung kümmern. Anschliessend geht es an die Umsetzung der Projekte. Im Rahmen der Zwischenausstellungen im Jahr 2019 und 2022 können sie zudem vor Ort begutachtet werden.

Gleichzeitig wird die «Regionale 2025» laufend neue Projektideen suchen. Denn die Fachjury und der Vorstand der Regionalen Projektschau Limmattal wollen bereits im 2018 über weitere Projekte befinden. Deshalb sind Gemeinden, Firmen, Vereine und Organisationen aufgerufen, ihre Eingaben vorzunehmen. Dabei sind Projekte aus der Bevölkerung ausdrücklich gewünscht.