Unihockey
Vipers besiegt: Die Limmattaler stehen im Playoff-Halbfinal

Unihockey Limmattal gewinnt am Wochenende zwei Mal gegen die Vipers InnerSchwyz. Damit entscheiden sie die Serie mit 2:0 für sich und stehen im Playoff-Halbfinal.

Michel Sutter
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Der Limmattaler Behar Spahija (vorne) wird hart attackiert.

Der Limmattaler Behar Spahija (vorne) wird hart attackiert.

michel sutter (msu)

Kaum war die Schlusssirene ertönt, stürmten die Limmattaler Spieler in die Mitte der Sporthalle Lücken in Schwyz. Dann tanzten sie im Kreis und jubelten lautstark. Sie hatten die Vipers InnerSchwyz soeben mit 8:3 besiegt. Ein Sieg, der ihnen die Qualifikation für den Playoff-Halbfinal bescherte, nachdem sie die erste Partie am Samstag gegen denselben Gegner mit 10:7 für sich entschieden hatten. «Ich glaube, wir haben verstanden, worum es geht», sagte Behar Spahija zum Spiel. «Wenn man eine solche Partie nicht ernst nimmt, kann es schnell kippen. Aber wir haben sie ernst genommen. Und wir haben gezeigt, welche Klasse wir haben.»

Diese Klasse kam in der Auswärtspartie besonders im ersten Drittel zum Ausdruck, als die Limmattaler den Schwyzern den Schneid abkauften. Nach 43 Sekunden gingen sie durch ein Tor von Spahija in Führung, nach zehn Minuten stand es 2:0 für die Gäste, Lukas Wittwer hatte den zweiten Treffer erzielt. Die Hausherren waren zu diesem Zeitpunkt nicht im Spiel und verloren viele Zweikämpfe in der neutralen Zone.

Vipers wehren sich

Die logische Folge: Die Limmattaler machten weiterhin mächtig Druck. Im Mittelabschnitt sorgte Etienne Benz für das 3:0. Doch dann wurden die Vipers stärker. Plötzlich gewannen sie mehr Zweikämpfe, und auch vorne im Abschluss zeigten sie sich jetzt besser und schossen zwei Tore. Die Partie war nun offen. Die Vipers erspielten sich weitere gute Torchancen und hätten mit etwas mehr Glück ausgleichen können, doch es blieb beim 3:2 aus Limmattaler Sicht.

Im Schlussdrittel stellten die Gäste auf zwei Linien um – und diese Massnahme sollte sich auszahlen. Erst erzielte Spahija das 4:2 für die Limmattaler, und wenige Minuten später erhöhte Wittwer auf 5:2. Nach dem 6:2 durch Nicolas Gitonga sechs Minuten vor Schluss war die Partie entschieden. Benz erhöhte auf 7:2, die Vipers kamen immerhin noch zu ihrem dritten Treffer, ehe Spahija den Schlusspunkt setzte und acht Sekunden vor Schluss zum 8:3 traf. «Wir waren heute sehr effizient», sagte der Limmattaler Stürmer.

Mit ihrem Kantersieg machten die Limmattaler die Niederlage vergessen, die sie noch kurz vor den Playoffs gegen die Vipers verdauen mussten. Eine Niederlage allerdings, die sportlich kaum eine Bedeutung hatte – im Gegensatz zu den Playoffs. «Wir haben uns diese Woche nochmals Videos von den Vipers angesehen», sagte Limmattal-Trainer Michael Hunziker, der die Mannschaft diesmal nicht coachen durfte, weil er als Spieler die rote Karte gesehen und sich damit eine Sperre eingehandelt hatte. So musste Hunziker von der Tribüne aus zuschauen, sein Teamkollege Philipp Düsel übernahm das Coaching an der Bande. «Für mich kein Problem», sagte Düsel. «Ich habe auch schon gecoacht.»

Wunschgegner Bülach

Und für die Spieler offensichtlich auch keins, wie das klare Verdikt gegen die Vipers zeigte. Doch: Wen hätten die Limmattaler denn jetzt gerne als Wunschgegner in den Halbfinals, die übernächstes Wochenende in einer Doppelrunde ausgetragen werden? Hunziker und Düsel sind sich einig: Bülach. «Gegen Bülach haben wir eine sehr positive Bilanz und taktisch eine unserer besten Saisonleistungen gezeigt», sagte Hunziker. Und für Düsel wäre das Duell gegen Bülach besonders brisant, da sein Bruder bei den Unterländern ist.

Spahija allerdings hat keinen Wunschgegner. «Mir ist es völlig egal», sagte er. «Hauptsache, wir haben Freude am Unihockey.»