Die Tramlinie 8 wurde ausgewählt, weil sie die zweitniedrigste Auslastung im ganzen Tramnetz hat. Die tiefste Auslastung hat die Linie 15. Im Gegensatz zur Linie 15 können aber alle Haltestellen der Linie 8 auch mit anderen, Bus- oder Tramlinien erreicht werden.

In einer Mitteilung bedauern die Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) die Unannehmlichkeiten. Ihnen sei bewusst, dass dies zu längeren Reisezeiten für die Fahrgäste führen könne. Insbesondere Passagiere mit eingeschränkter Mobilität könnten davon betroffen sein.

Damit diese Fahrgäste trotzdem überall hinkommen, arbeiten die VBZ neu mit der Stiftung Behinderten-Transporte Zürich (BTZ) zusammen. Dieser Transport könne direkt bei der BTZ gebucht werden. Er wird so lange angeboten, bis die Trams der Linie 8 wieder niederflurig sind.

Auf allen übrigen Tramlinien könne das Niederflurkonzept weitgehend eingehalten werden, schreiben die VBZ weiter. Ursache für die Tram-Knappheit ist die verzögerte Anschaffung der Flexity-Trams. Diese wurde wegen Rekursen aufgehalten.

In den letzten Wochen habe sich die Situation noch verschärft, da es zahlreiche Kollisionsschäden gegeben habe und umfangreiche Instandhaltungsarbeiten nötig geworden seien.

Normalisierung erst 2021

Das erste neue Flexity-Tram wird im November 2019 in Zürich erwartet. Nach Umfangreichen Tests und der Zulassung wird es dann im Sommer 2020 in den normalen Linienbetrieb aufgenommen. Mit einer Normalisierung des Trambestandes sei erst auf das Fahrplanjahr 2021 zu rechnen.

Bis dahin behelfen sich die VBZ mit Überbrückungsmassnahmen: Die Instandhaltungs- und Einsatzplanung der Trams wurde angepasst und es gibt keine Extra-Fahrten sowie keine Ausbildungs- und Dienstfahrten in der Hauptverkehrszeit mehr.