Schlieren

Verrückt, verspielt, verkleidet: So präsentierten sich die Mutigen am «Crazy Slide»

Wer ist verrückt genug – in einem offenen Büro –, rückwärts eine 15 Meter lange sowie sechs Meter hohe Schnee-Rampe hinunterzusausen und nach einem Sprung über eine ein Meter hohe Schanze sicher auf dem Boden zu landen?

Die Antwort lautet: Vejlko Bosiokovic und Daniel Widmer. Ihre Fahrt gelang, aber ihr Gefährt zerschellte auf dem Boden der Realität. Als «Crash Test Advisors» starteten die beiden jungen Männer am Samstag beim Crazy-Slide-Schlittencontest auf dem Schlieremer Gaswerk-Areal. Rund 3200 Partyfreudige feuerten am Wochenende kreative, lustige und wagemutige Schlittenpiloten bei ihrer Fahrt auf der künstlichen Schnee-Rampe an. Der Crazy-Slide-Schlittenwettbewerb fand zum 14. Mal statt und wurde 2016 wieder zu einem festen Bestandteil der mittlerweile 21-jährigen Schneebar-Party. 

Diese drei Teams haben beim Crazy Slide Schlittencontest 2017 gewonnen.

Diese drei Teams haben beim Crazy Slide Schlittencontest 2017 gewonnen.

Es sei mittlerweile schwieriger, Pilotinnen und Piloten für den Schlittenwettbewerb zu finden, doch die Anfragen aus dem Publikum hätten den Contest wieder möglich gemacht, sagte Organisator Stephan Bernet. Dieses Jahr gingen neun Teams mit ihren selbst gemachten Gefährten an den Start. Die sechsköpfige Jury bewertete Idee, Umsetzung und den Auftritt der Teilnehmer.

Sieben Leben soll man haben

Als Team «Wolke 7» starteten Brigitte Buchgeher und Nadine Isler, die einen Heuschlitten in eine weisse Wolke und sich selbst in Fabelwesen verwandelten. Mit Trump-Perücke trat Lukas Dittli zusammen mit Co-Pilot Ricardo Duarte als «The Trump Brothers» am Contest an. «Das Gefühl ist unbeschreiblich», sagte der Schlittenpilot nach der Fahrt. Auf der Haube ihrer «Limousine» klebten Bilder, auf denen Trump die Freiheitsstatue nötigte.
Ganz andere Maskottchen zierten das Holz-Gefährt von Mirko Lanfranchi und Gian-Andrea Stöcklin. Sieben kleine Plüschtierchen hafteten auf ihrem «Flying-Kiwaner»-Wagen. «Sie stellen die sieben Leben dar und wir hoffen, dass unsere sieben Leben die Fahrt heil überstehen», so Lanfranchi. Einen etwas anderen Wunsch hegten Valentino Widmer und Oliver Korn: «Wir wollen mit unserer ‹Zunft zum heiligen Bier› den Winter bereits vor Weihnachten vertreiben und das Sechseläuten zelebrieren», so Korn. Ihr Schlitten bestand aus einem Böögg und zwei Schaukelpferden. Die zwei belegten schliesslich nach den «Crash Test Advisors» den dritten Platz.

Zum Sieg aber flog das Team «Ohni Wasser wird’s nöd suuber». Die Gewinnerinnen, Flavia Keller als Badequietschente und Nicole Koller als Badenixe verkleidet, bauten eine alte Badewanne zum Schlitten um, wobei Duschkopf und -vorhang nicht fehlen durften. Vor der Abfahrt animierten sie die Moderatoren und das Publikum zu einem Badetanz. Der Adrenalinstoss verfehlte seine Wirkung nicht: Elegant flogen sie mit ihrer Badewanne über die ein Meter hohe Schanze ins Ziel.

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