Vandalismus und Aggression
VBZ sind alarmiert: Am Bahnhofquai und Bellevue haben Drohungen um 50% zugenommen

Auf dem Streckennetz der Zürcher Verkehrsbetriebe (VBZ) kommt es immer wieder zu Vandalismus und aggressivem Verhalten. Im vergangenen Jahr haben die VBZ über 250 Vorfälle bearbeitet, die sich in Fahrzeugen oder auf Haltestellen ereignet haben. Über 160 Fälle leiteten sie an die Strafbehörden weiter.

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Beim Bellevue in der Stadt Zürich haben Bedrohungen um 50% zugenommen. Aber auch bei den Stationen Bahnhofquai und am Milchbuck.

Beim Bellevue in der Stadt Zürich haben Bedrohungen um 50% zugenommen. Aber auch bei den Stationen Bahnhofquai und am Milchbuck.

Keystone

18 von 440 VBZ-Haltestellen und ein Teil der Fahrzeuge sind mit einer Videoüberwachung ausgestattet. Diese setzen die VBZ ein zum Schutz der Passagiere, des Betriebs und der Infrastruktur. Dies geht aus einer am Mittwoch publizierten Antwort des Stadtrats auf eine SP-Interpellation zur Video-Überwachungsstrategie der VBZ hervor.

Gemäss Interpellationsantwort sehen die VBZ die Video-Überwachung als einen wichtigen Baustein des "Gesamtsystems Sicherheit in der Stadt Zürich". Klare Aussagen zur Wirksamkeit könne man jedoch nicht machen.

Die VBZ liefern jedoch Zahlen zu Bedrohung und Vandalismus an ausgesuchten Haltestellen. Daran lässt sich ablesen, dass die Anzahl Fälle von Vandalismus von 2015 bis 2016 praktisch konstant blieben. Ein anderes Bild bietet sich bei den Bedrohungen. Zwar bleiben die Zahlen weitgehend stabil, doch an stark frequentierten Knotenpunkten zeigen sich Abweichungen.

So zählten die VBZ 2015 18 Bedrohungen an der Haltestelle Bahnhofquai. 2016 sind es 30. Ein ähnliches Bild bietet sich am Bellevue, wo sich die Anzahl von 15 auf 31 verdoppelte, und am Milchbuck, wo die Bedrohungen von 15 auf 27 angestiegen sind.