Dietikon
Vandalenakte aufgeklärt: Die Videoüberwachung der Schulen wird weitergeführt

Im Herbst 2015 wurden die Schulhäuser mit Kameras ausgerüstet. Rund die Hälfte der seither verübten Vandalenakte konnte deshalb aufgeklärt werden.

Sandro Zimmerli
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Der Dietiker Stadtrat ist vom Videoüberwachungskonzept der Schule überzeugt. (Symbolbild)

Der Dietiker Stadtrat ist vom Videoüberwachungskonzept der Schule überzeugt. (Symbolbild)

Matthias Scharrer

Der Dietiker Stadtrat ist vom Videoüberwachungskonzept der Schule überzeugt. Deshalb wird es auch künftig angewendet. «Nach Rückmeldung der Schulleiterinnen und Schulleiter sowie der Hauswarte konnten die Ereignisse auf den Schulhausplätzen und rund um die Schulliegenschaften stark vermindert werden. Der präventive Nutzen ist gross und die Überwachung trägt zur Sicherheit bei», schreibt der Stadtrat in seiner Antwort auf eine Kleine Anfrage von CVP-Gemeinderat Reto Siegrist.

Dieser wollte wissen, welche Geschehnisse dank der Videoüberwachung erfolgreich aufgeklärt werden konnten. Zudem interessierte ihn, wie hoch die Schadenssumme war und welche Beträge an erwischte Übeltäter überwälzt werden konnten.

Siegrist berief sich in seiner Anfrage auf einen Vorstoss vom April 2016. Auch da ging es um Schadensfälle am Eigentum der Stadt. Der Stadtrat verwies in seiner damaligen Antwort auf die im Herbst 2015 installierte, 187'000 Franken teure Videoüberwachung, konnte über die Wirkung der Investition jedoch keine Auskunft geben.

«Der präventive Nutzen erhöht sich umso mehr, wenn ein Täter gefasst wurde und sich dies folglich herumspricht.»

Stadtrat Dietikon

Nun liegen Resultate vor. «Seit Herbst 2015 wurde in allen fünf Schulhäusern total rund ein dutzend Mal visioniert, das heisst die Kameradaten wurden nach Vorfällen ausgelesen. Die Ereignisse betrafen Diebstähle, Beschädigungen an Mobiliar und Installationen, Schmierereien, Sprayereien sowie Handel und Konsum von Betäubungsmitteln», schreibt der Stadtrat.

Bei gut der Hälfte der Vorfälle hätten die Personen identifiziert und in der Folge Anzeige erstattet werden können. Bei der anderen Hälfte habe die Täterschaft nicht ausgemacht werden können, sei dies aufgrund Unerkennbarkeit oder fehlender Abdeckung der Kameras. Denn es seien insbesondere die Eingänge zu den Gebäuden überwacht, nicht aber alle Winkel der Schulhausplätze.

Gemeinnützige Arbeit der Täter

Die reine Schadensumme der Ereignisse beträgt gemäss Stadtrat rund 10'000 Franken. «Nicht eingerechnet sind die personellen Aufwendungen, die solche Vorfälle mit sich bringen. Ein Teil der Beträge wurde durch Versicherungen abgegolten beziehungsweise durch gemeinnützige Arbeit der Täterschaft abgearbeitet», heisst es weiter.

Für den Stadtrat steht jedoch nicht der finanzielle Aspekt im Vordergrund, wie er betont. «Der präventive Nutzen erhöht sich umso mehr, wenn ein Täter gefasst wurde und sich dies folglich herumspricht. Diese Effekte haben einen grossen Einfluss auf das Sicherheitsgefühl», schreibt er. Dieser nicht-monetär bezifferbare Umstand stelle einen weitaus höheren Wert dar, als dies unter wirtschaftlich-finanziellen beziehungsweise materiellen Gesichtspunkten eigentlich der Fall sei. Dies führt dazu, dass die Stadt an ihrem Vorgehen festhält und deshalb auch den neuen Schulpavillon Steinmürli mit zwei Kameras ausgerüstet hat.