Baumangel
Urdorf: Der Curlingclub Limmattal muss die Halle gegen ein weiteres Abrutschen sichern

80 000 Franken will der Curlingclub Limmattal (CCL) für die Sicherung der Halle gegen weiteres Abrutschen ausgeben. Nächsten Dienstag ist eine ausserordentliche Clubversammlung geplant.

Flavio Fuoli
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Die Curling-Halle

Die Curling-Halle

Limmattaler Zeitung

Wie der Verein mitteilt, habe sich über die letzten Jahre die Curlinghalle gegen den Stockacherbach hin gesenkt. Die Halle liegt unmittelbar neben der Kunsteisbahn Weihermatt, gehört jedoch nicht der Gemeinde, sondern dem Verein. Die Gegend unterhalb der Weihermatt ist bekannt dafür, ins Rutschen zu geraten.

Bis zu sieben Zentimeter gesenkt

Die regelmässig durchgeführten Messungen würden belegen, dass sich das Gebäude inklusive Eisplatte auf den letzten zehn bis zwölf Metern sukzessive um bis zu sieben Zentimeter gesenkt haben, heisst es in der Meldung an die CCL-Mitglieder weiter.

Dies habe zur Folge, dass die Eisstärke gegen die Scoretafeln hin, also gegen den Abhang hin, entsprechend grösser sei als im Bereich in Richtung Clubstübli, also den Hang hinauf.

Der CCL hat sich von einer Fachfirma eine Totalunternehmerofferte ausstellen lassen. Die Senkungen sollen mit Micropfählung gestoppt werden. Die Eisplatte soll wieder ins Lot gebracht werden. «Mit dieser Methode sollten wir die Sache wieder in den Griff bekommen», urteilt CCL-Präsident Philipp Locher auf Anfrage der az Limmattaler Zeitung.

Kein Problem mit der Kühlung

Die Eisplatte soll jedoch nur teilsaniert werden. Untersuchungen hätten nämlich gezeigt, dass das gesamte Rohrsystem in einem guten Zustand sei und nicht ersetzt werden müsse. Auch die bestehenden Rohrabstände von 80 Millimetern seien nur unwesentlich von der Idealdistanz von 75 Millimetern entfernt.

Mit dem neuen Kühlmittel Wasser-Clykol statt Ammoniak - bedingt auch durch die bevorstehende Sanierung der angrenzenden Kunsteisbahn - werde das effiziente Kühlen der Eisplatte in der Curlinghalle auch in Zukunft möglich sein. Dabei seien keine baulichen Eingriffe notwendig.

Weil die Eisplatte nur teilsaniert werden muss, betragen die Kosten nur ein Drittel einer Totalsanierung, wie es in der Mitteilung des CCL weiter heisst. Nach der Sanierung soll die Eisstärke auf allen drei Rinks auf der gesamten Fläche wieder gleich sein und die Eisaufbereitung vereinfachen.

Umbau kostet 280000 Franken

Der Vorstand des CCL möchte, dass an der ausserordentlichen Clubversammlung der Umbaukredit von 280 000 Franken als fixer Pauschalpreis bis Bauvollendung genehmigt wird.

«Dieses Geld haben wir nicht eben in der Kasse», erklärt Präsident Locher. «Der Kassier wird an der Versammlung Vorschläge zur Finanzierung unterbreiten. Etwas haben wir schon im Kässeli, eventuell dürfen wir noch Sporttoto-Beiträge erwarten.»