Bei so deutlichen Ja-Anteilen wie jenem in Unterengstringen gibt es eigentlich nur dreierlei Erklärungen: Diktatur, Desinteresse oder einfach eine breit abgestützte Vorlage. Letzteres ist beim Ja zur Einheitsgemeinde definitiv der Fall. Sogar die Schulpflege – wenn auch hörbar zähneknirschend – hat die Abschaffung der Primarschulgemeinde befürwortet.
Zwar hätte sie noch lieber eine effiziente Grossschulgemeinde für das ganze rechte Limmattal. Doch die Unterengstringer Schulpflege ist sich bewusst, dass eine Fusion dieser Art für heute zu visionär ist – genauso wie zum Beispiel eine Fusion mit Oberengstringen.

Der Entscheid ist eine politische Wohltat

Statt derlei unkonventionellen Visionen nachzueifern, beweist die Schulpflege Sinn für Realpolitik und beisst in den (gesunden) sauren Apfel. Im Jahr 2017, wo die USA und wegen ihr die ganze Welt politisch zu hyperventilieren beginnen, ist diese Unterengstringer Sachlichkeit eine wahre politische Wohltat.

Einheit, Gemeindehaus, Zürcherstrasse: alles neu!

Im Dorf wird also alles neu: Im Juli wird das neue Gemeindehaus gefeiert, im Oktober ist die neue Zürcherstrasse so weit und ab 2018 ist man eine Einheit. Die Zukunft kann kommen. Chapeau!

david.egger@azmedien.ch