Spital Limmattal
Umzug im Oktober 2018: Spitalverband rechnet mit Gewinnrückgang

Im Oktober wird der Spitalneubau bezogen. Das führt zu Mindereinnahmen und Mehrausgaben. Zur Kompensation der Ergebnisverschlechterung ist jedoch ein Landverkauf geplant.

Sandro Zimmerli
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Der Umzug in den Neubau soll im Oktober 2018 erfolgen.

Der Umzug in den Neubau soll im Oktober 2018 erfolgen.

Anna Järmann

2018 wird ein spezielles Jahr für das Spital Limmattal. Im Oktober wird der Umzug in den Neubau erfolgen. Speziell ist deshalb auch der Voranschlag 2018, den die Delegierten des Spitalverbandes am Mittwochabend verabschiedeten. Er rechnet gegenüber dem Budget 2017 mit einem negativen Ergebniseinfluss von 6,5 Millionen Franken.

Hauptgrund dafür ist der Umzug in den Spitalneubau, sagte Oliver Kopp, Leiter Finanzen und Administration. Durch ihn würden einerseits Mindereinnahmen und andererseits Mehrausgaben entstehen. Zudem sind negative Ergebniseinflüsse durch die staatlichen Tarifeingriffe (Tarmed-Revision, «Ambulant vor stationär») zu verkraften. «Dennoch erfüllt der Voranschlag die Vorgaben des Businessplans», so Kopp. Der Gewinnrückgang, der durch den Umzug und die Tarifeingriffe verursacht werde, sei in den langfristigen Planungen einberechnet worden.

Kompensation durch Landverkauf

Die prognostizierte Ergebnisverschlechterung gegenüber diesem Jahr wird jedoch durch einen geplanten Landverkauf mehr als kompensiert. Er soll einen Aufwertungsgewinn von 7,3 Millionen Franken generieren. Beim zu verkaufenden Land handelt sich um eine 5800 Quadratmeter grosse Parzelle in Urdorf. Sie befindet sich gegenüber vom Spital, zwischen den beiden Personalhäusern. Im Frühling soll ein Bieterverfahren gestartet werden. Die Gemeinde Urdorf hat jedoch ein Vorkaufrecht auf das Land. Stimmt die Delegiertenversammlung im Mai dem Verkauf zu, kommt das Geschäft im September an die Urne.

Im Gegenzug will das Spital das Sandbühl-Gelände kaufen – jenes Areal, auf dem sich derzeit noch das Alterszentrum der Stadt Schlieren befindet. Diese plant, das in die Jahre gekommene Gebäude durch einen Neubau an der Badenerstrasse zu ersetzen. «Das Land in Urdorf ist für das Spital nicht nutzbar. Jenes beim Sandbühl dafür schon, weil es direkt an die Notfallaufnahme des neuen Spitals angrenzt und für eine mögliche Erweiterung genutzt werden könnte», so Kopp. Insgesamt haben die Delegierten ein positives Budget verabschiedet. Für das Akutspital rechnet es mit einem Gewinn von 5,8 Millionen Franken und für den Spitalverband mit einem Plus von 2,4 Millionen Franken.