Umweltschutz
Umweltschutz, den man anfassen und ausprobieren kann

Gestern war die vom Umweltpionier Walter Schmid lancierte Umwelt Arena erstmals der Öffentlichkeit zugänglich. Die Ausstellungen sind vielfältig und bieten etwas für Gross und Klein.

Andrea Heller
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Umweltarena einen Tag nach der Eröffnung (Foto: Andrea Heller)

Umweltarena einen Tag nach der Eröffnung (Foto: Andrea Heller)

Limmattaler Zeitung

Die letzten Überbleibsel der grossen Eröffnungsfeier mit 850 geladenen Gästen sind noch nicht weggeräumt. Am Morgen danach scheint es, als schlafe die Umwelt Arena noch und erhole sich von der spektakulären Eröffnung.

Diesen Eindruck wird man auch im Gebäude nicht los. Der mehrstöckige Bau scheint auf den ersten Blick fast leer. Erst auf den zweiten Blick entdeckt man einige Besucher, die bei den verschiedenen Ausstellungen verweilen.

Arena lädt zum Verweilen

Verweilen kann man in der Umwelt Arena allemal. Mir nichts dir nichts vergehen zwei Stunden und man hat noch nicht alles gesehen, was es zu entdecken gibt. In einer der ersten Ausstellungen wird ein informativer Film gezeigt, der den Besucher aufklärt bezüglich nachhaltiger Bauweise, saisonalem Einkauf und Tipps und Tricks für die Energieeinsparungen im Alltag. So erfährt man beispielsweise, wie viel Strom man sparen kann, wenn man Geräte nicht nur in den Standby-Modus versetzt, sondern ganz ausschaltet.

Die Umwelt Arena setzt aber nicht auf theoretische Informationen, sondern will den Besucher zum Ausprobieren und Erfahren animieren. So können Kinder aus Papier Kraniche basteln und so etwas über erneuerbare Ressourcen wie Holz lernen.

Im Untergeschoss der Arena kann man umweltschonende Fortbewegungsmittel wie E-Bikes, Segways und E-Scooters ausprobieren. Mit sichtlichem Spass drehen die Besucher ihre Runden auf den umweltschonenden Gefährten.

«Ausstellung sehr gelungen»

Auch Patrick und Theres Oberholzer wollen die Gefährte noch ausprobieren. Er fände die Ausstellungen sehr gelungen, um spielerisch etwas über Umweltschutz zu lernen, sagt Patrick Oberholzer. Schade sei aber, dass es nicht mehr Informationen zum Mitnehmen gäbe. «Ich finde die Ausstellungen spannend, es gibt viel zu entdecken», sagt Theres Oberholzer. «Leider funktioniert noch nicht alles einwandfrei.»

Zwei Besucher aus Spreitenbach teilen diese Ansicht. «Man hat das Gefühl, man sei noch zu früh.Es hat kaum Leute und alles wirkt noch etwas unfertig», sagt einer. «Zudem finde ich es schade, dass niemand da ist, um einem die Ausstellungen zu erklären», sagt seine Begleiterin.

Dass noch nicht alles fertig ist, bestätigt Monika Sigg Monika Sigg von der Umwelt Arena: «Ja, wir arbeiten noch an den Ausstellungen», sagt sie. «Wir geben aber unser Bestes um die noch vorhandenen «Kinderkrankheiten so bald als möglich zu beheben.» Zu den fehlenden Ausstellern sagt sie: «Die Ausstellung ist eigentlich selbsterklärend. Einige Aussteller sind während des Eröffnungswochenendes noch vor Ort. Danach können sich die Besucher bei Fragen an sogenannte Guides wenden, die über die Installationen informiert sind.»