Während die jugendliche Bewegung mit ambitionierten ökologischen Zielen gegen den Klimawandel kämpft, trafen sich Vertreter der Energiebranche gestern am 16. Weishaupt Ingenieur Fachzirkel (WIF) in der Umweltarena Spreitenbach. Sie tauschten sich über die Zukunft der nationalen Energiestrategie sowie Entwicklungen in der Energieeffizienz aus. «Wir wollen heute realistisch an die Sache gehen und uns anschauen, was in der Praxis läuft und was möglich ist», sagte Reto Brennwald, der als Moderator durch den Tag führte.

Erstmals in der WIF-Geschichte begrüsste nicht Richard Osterwalder, WIF-Gründer und Geschäftsführer der Heizungsherstellerin Weishaupt AG mit Sitz in Geroldswil, die Gäste. Stattdessen bat Moderator Brennwald Osterwalder zum kurzen Gespräch auf die Bühne. Am 1. Juni übergibt Osterwalder die Geschäftsleitung an den 46-jährigen Ostschweizer Thomas Rusch. «Herzliche Gratulation zu 30 Jahren grossartiger Leistung», verabschiedete Brennwald den abtretenden Chef. In den 16. WIF führte dann der künftige Geschäftsführer Rusch ein.

Als Gastredner referierte Oliver Brenner, stellvertretender Generalsekretär der Energie-Direktoren-Konferenz, über den Wandel hin zu energieeffizienteren Gebäuden in der Schweiz und Instrumente der Energiepolitik. Gianni Operto, Präsident der AEE Suisse – die Dachorganisation der Wirtschaft für erneuerbare Energien und Energieeffizienz –, präsentierte anschliessend, wie der Energiewende mit innovativen Lösungen begegnet werden kann. Zudem stellte Berthold Högerle der Max Weishaupt GmbH Deutschland, der Muttergesellschaft der Weishaupt AG, die neusten Produktentwicklungen vor. Neben den Referaten und einer Podiumsdiskussion konnten sich die Gäste auch an Infoständen über den Stand der Technik informieren.