«Damit können wesentliche Einsparungen durch Abbau der Bürokratie, Eliminierung von Doppelspurigkeiten und Einsparung von Aushilfen erzielt werden», schreibt die Kirchenpflege. Ab 1. April wird MCLI-Pfarrer Marek Gorski ausserdem im Pfarrhaus St. Josef wohnen.

Buch führen wie ein Handwerker

Die MCLI war 2008 auf Weisung des kantonalen Synodalrates regionalisiert worden. Die Kirchgemeinden im Amt und Limmattal unterzeichneten damals eine Vereinbarung zur Zusammenarbeit. «Damit hat eine ungute Zeit für die MCLI begonnen», sagt Karl Geiger, Präsident der Katholischen Kirchgemeinde Dietikon. Die kantonalen Beiträge des Synodalrates wurden nach Anzahl italienischer Katholiken auf die Gemeinden aufgeteilt, während bei den Ausgaben jede Gemeinde das bezahlte, was sie an Leistungen bezog.

Die administrative Arbeit für Pfarrer Gorski nahm groteske Züge an: «Er musste wie ein Handwerker Buch führen und für jeden Gottesdienst, jede Beerdigung und jedes Gespräch notieren, wann und wo es stattgefunden hat.» Die Leistungen wurden den Kirchgemeinden einzeln in Rechnung gestellt. Unter dieser Situation habe nicht nur Gorski, sondern auch die Kirchgemeinde Dietikon gelitten.

Jetzt liegt die Federführung für die MCLI beim Seelsorgeraum Dietikon-Schlieren: Die MCLI-Seelsorger sind in das Team des Seelsorgeraumes integriert und die Sekretariate der MCLI ins Pfarreisekretariat Dietikon unter der Verantwortung des Pfarrers überführt. «Die Kirchgemeinden bezahlen uns ihr Budget und wir finanzieren den gesamten Betrieb», sagt Geiger.

Zusammenarbeit, nicht Integration

«Indem wir die Organisationen innerhalb unserer Pfarrei nicht mehr länger parallel führen, wollen wir die Zusammenarbeit mit den Italienern stärken», sagt Geiger. Dass diese Zusammenarbeit der Anfang vom Ende für die MCLI sein könnte, verneint Geiger: Man wolle lediglich die beiden Organisationen näher zusammenführen und Synergien nutzen.

So sollen beispielsweise vermehrt gemeinsame Gottesdienste gefeiert werden. Geiger betont, dass es sich um Zusammenarbeit und nicht um Integration handle. «Wir wollen aus den Italienern bestimmt keine Schweizer machen; das kann nur der Staat.»