Dietikon
Um 11 Uhr gönnte sich der Skilift eine Pause – die gute Stimmung auf der Piste blieb den ganzen Tag

Der Dietiker Skilift öffnete dieses Wochenende das erste Mal seit 2017. Der Spass im Schnee zog viele Besucher an.

Carmen Frei
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Viele Familien wagten sich am ersten Wochenende ins Schneegestöber.
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Der Skilift beförderte die Skifahrer, Snowboarder und Schlittler den Hang hinauf.
Die Sonne drückte von Zeit zu Zeit durch die Wolkendecke.
Der Ponylift konnte erstmals seit 2017 wieder in Betrieb genommen werden.
Ob klein oder gross: Die Freude war bei allen riesig.
Die einen nutzten den Lift, die anderen wagten sich mit Schneeschuhen den Hang hinauf.
Auch einige wagemutige Kunststücke waren am Pistenrand zu beobachten.
Nach dem Samstag und dem Sonntag ist der Skilift voraussichtlich am Mittwoch das nächste Mal geöffnet.
Für Snacks und wärmende Getränke war ebenfalls gesorgt.
Den Kindern wurde beim Einstieg assistiert.
Einige traten auch den Nachhauseweg mit den Skiern an ...
... und andere warteten geduldig auf den Bus.
Nach dem erfolgreichen Start wird gehofft, dass der Schnee dem Skilift auch weiterhin treu bleibt.

Viele Familien wagten sich am ersten Wochenende ins Schneegestöber.

Claudio Thoma

Lange mussten die Dietiker darauf warten. Nun konnte der Skilift Röhrenmoos am vergangenen Samstag wieder in Betrieb genommen werden. Das Interesse war gross, das verriet schon der Gang die Weinbergstrasse hinauf: Unzählige Autos säumten die Strasse, ankommende wurden von einem Verkehrsdienst gelotst. Der Bus kämpfte sich hoch, um Schneesport­willige zum Skilift zu bringen.

«Als wir um 9.30 Uhr ankamen, ­waren die ersten schon da», sagt Mia Peterhans, stellvertretende Leiterin der Freizeitanlage Chrüzacher, die beim Skilift mithilft. Als dieser um 10 Uhr in Betrieb ging, standen die Leute schon an. Reibungslos verlief der Start nicht: Zwischen 11 und 12 Uhr fiel der Lift aus, es musste jemand vom EKZ aufgeboten werden, damit der Lift wieder lief.

«Vielleicht war es wegen des vielen Schnees», sagte Armin Strässle, Leiter Jugend und Freizeit der Stadt Dietikon und Skilift-Verantwortlicher. Der Lift wird regelmässig unterhalten. Daneben gab es einen kleinen Kiosk mit Snacks und warmen Getränken. Der Kiosk wurde auch ins Schutzkonzept miteinbezogen, das Stadt und Kanton bewilligt hatten, wie Strässle sagt.

Der Lift weckte bei vielen Erinnerungen an früher

Es habe sehr viele Besucher, fand Strässle. «Es gibt auch viele Mamis und Papis, die hier mit ihren Kindern die ersten Skiversuche machen», sagte er. Darum werde beim Aufbau eine Rampe zum Skilift aufgestellt. «Das Seil ist für die Kinder sonst zu weit oben.»

Angereist waren die Schneesportler mit Schlitten, Ski, Snowboard oder Schneeschuhen. Es waren viele Familien darunter. Auf den Heuballen am unteren Pistenrand genehmigten sich einige einen Schluck Tee aus der Thermosflasche oder einen Happen zu essen. Es herrschte ausgelassene Stimmung, daran änderte die Masken- und Abstandspflicht nichts.

Der Lift weckte bei vielen Erinnerungen. Auch Bettina Helbling, die mit ihrer Tochter gekommen war, verbindet Jugenderinnerungen damit. «Wenn er läuft, dann geht man. Das gehört einfach dazu», fand die Dietikerin. Sie habe gewusst, dass der Eröffnungstag gratis sei, sie sei aber nicht deswegen hier. «Ich finde aber schön, dass sie das machen», sagte sie.

«Man kennt alle hier, es ist ein Miteinander»

Sibylle Spielmann aus Dietikon war mit ihrer Familie bereits um 10 Uhr da. «Wir haben gedacht, es gibt sicher viele Leute», sagte sie. Ihre Tochter fahre dieses Mal alleine, letztes Mal seien sie noch zusammen auf den Lift. «Wir kommen auch am Sonntag und am Mittwochnachmittag. Wir geniessen das», sagte Spielmann am Samstag. «Man kennt alle hier, auch das Team vom Chrüzacher, das mit Herzblut mithilft. Es ist ein Miteinander.»

Dass das Gemisch von Schlittlern, Skifahrern und Snowboardern so gut funktioniere, finde sie toll. Ihr Mann Andreas Spielmann erinnerte sich noch voller Begeisterung an das Nachtskifahren im Jahr 2017. Er ist in Dietikon aufgewachsen. «Ich kenne den Lift, schon seit ich ein Kind bin», sagte er.

Auch Dejan Jovanovic aus Spreitenbach findet den Lift eine gute Sache. Er war mit seinem Sohn da, der schlitteln ging. Es sei schon ein paar Jahre zurück, dass er hier gewesen sei. Wegen Corona habe er selbst dieses Jahr leider noch nicht Skifahren können.

Je später der Nachmittag, desto geselliger wurde es. Einige liessen am Pistenrand Musik laufen, und, so weit es die Schutzmassnahmen zuliessen, hielt Après-Ski-Stimmung Einzug. Die ­Kinder auf der Piste genossen derweil weiter den Schnee.

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