Volksinitiative
Überparteiliches Komitee lanciert Initiative «Strom für morn»

Die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ) sollen ihren Strombezug vermehrt auf erneuerbare Energien ausrichten. Um dieses Ziel zu erreichen, hat ein überparteiliches Komitee am Donnerstag die kantonale Volksinitiative «Strom für morn» lanciert.

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Eine Solarstrom-Anlage wird auf einem Dach installiert

Eine Solarstrom-Anlage wird auf einem Dach installiert

Keystone

Mit einem heutigen Anteil von bloss 25 Prozent an erneuerbarem Strom gehören gemäss Initianten die EKZ punkto sauberem Strom zu den Schlusslichtern unter den schweizerischen Elektrizitätswerken.

Der Kanton Zürich und die übrige Schweiz verfügten jedoch über grosse ungenutzte Potenziale zur Stromerzeugung aus Wasserkraft, Windenergie, Sonne und Biomasse, heisst es in einer Mitteilung des Komitees. Wenn man mit Energieeffizienz ernst mache, könnten erneuerbare Energien in Zukunft den Bedarf decken.

Deshalb sollen die bisherigen Atomstromimporte der EKZ aus Frankreich in den kommenden Jahrzehnten allmählich durch eigene Wind- und Solarkraftwerken im In- und Ausland ersetzt werden. Auch die Beteiligungen an den bestehenden Kernkraftwerken in der Schweiz sollen ersetzt werden.

Dachflächen für Solarstromerzeugung nutzen

Die Initianten gehen zudem davon aus, dass Solarstrom ab dem Jahr 2015 nicht mehr teurer sein wird als Strom aus der Steckdose. Besonders im ländlichen Zürich seien die ungenutzten Dachflächen gross.

Nach Ansicht der Initianten stärkt die Ausrichtung auf erneuerbare Energien die einheimische Industrie, das Gewerbe und den Forschungsplatz Schweiz. Zudem würden die Versorgungssicherheit verbessert und Sicherheitsrisiken für künftige Generationen vermieden.

Das Initiativkomitee steht unter dem Co-Präsidium von Patrick Hächler (Kantonsrat CVP), Bernhard Piller (Zürcher Gemeinderat Grüne), Martin Luchsinger (Zürcher Gemeinderat glp), Käthi Furrer (Co-Präsidentin KLAR! Schweiz), Chantal Galladé (Nationalrätin SP) und Lisette Müller-Jaag (Kantonsrätin EVP).