Zürich
Trotz Unfällen und hohen Risiken: Regierung will keine kantonale Drohnen-Regelung

Auch wenn es immer wieder zu gefährlichen und störenden Situationen mit Drohnen kommt: Die Zürcher Regierung will keine kantonale Drohnen-Regelung. Sie wartet, bis der Bund tätig wird.

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M. Matt

Herumschwirrende Drohnen sorgen immer wieder für Ärger. Ruhesuchende fühlen sich genervt, weil Drohnenbesitzer ihre Geräte gerne an Ausflugsorten herumfliegen lassen. Heissluftballon-Führer sehen die Geräte als Risiko, da es schon zu einigen Zwischenfällen kam.

Am Flughafen kam es im Mai sogar fast zu einem Crash, weil eine Drohne auf Flughöhe der Maschinen flog - wahrscheinlich um Nahaufnahmen der anfliegenden Flugzeuge zu machen. Ein Airbus, der im Landeanflug war, schrammte mit nur zehn Metern Abstand an der Drohne und damit einer möglichen Katastrophe vorbei.

Bisher keine Registrierungspflicht

Eine Registrierungs- oder Bewilligungspflicht für Drohnen gibt es in der Schweiz bisher nicht. Es gibt zwar ein Flugverbot in einem 5-Kilometer-Radius von Pisten. Die Durchsetzung dieses Verbotes ist allerdings schwierig: Die Behörden wissen nicht, wem eine Drohne gehört und können sie während des Fluges auch nicht orten.

Die SVP wollte vom Regierungsrat deshalb wissen, ob die Zürcher Regierung von sich aus aktiv werden will und eine eigene Regelung erlässt. Dies wäre für die Regierung aber der falsche Weg, wie aus der am Donnerstag publizierten Antwort hervorgeht.

Beim Thema Drohnen sei eine gesamtschweizerische Lösung anzustreben. Es sei nicht zweckmässig, eine eigene Regelung voranzutreiben. Der Regierungsrat rechnet fest damit, dass dereinst eine Regelung auf nationaler Ebene erfolgen wird.

Der Bundesrat wiederum hatte im Juni angekündigt, auf die europäische Lösung zu warten. Über die Grundlagen müssten sich das Europäische Parlament und der Europäische Rat einigen. Bis 2019 soll zudem ein System aufgebaut sein, mit dem fliegende Drohnen auf Distanz identifiziert werden können.