Auf Transparenten waren Sprüche zu lesen wie "Make Love, not CO2", "S'Klima isch am wandle, mir münd handle", "Es gibt kein Planet B", "Wir wollen eine verantwortungsvolle Klimapolitik", "Wer, wenn nicht wir, Wo wenn nicht hier, Wann wenn nicht jetzt?".

Unter den Teilnehmenden entdeckte man auch drei Eisbären, respektive als Eisbären kostümierte junge Erwachsene. Die meisten der Teilnehmer waren jung, aber auch Grosseltern und Eltern waren dabei. Sie führten "Für eusi Chind"-Plakate mit sich.

Gemäss Organisatoren waren 12'000 Menschen an der Demonstration beteiligt. Trotz des miesen Wetters herrschte beste Stimmung. Auf der Polyterrasse fand ein Seifenblasen-Künstler grosse Aufmerksamkeit. Denn der heftige Wind entführte seine Gebilde in ungewohnte Höhen.

In Sprechchören wurde an der Kundgebung "Climate Justice" gefordert. Zudem müsse der Klimantostand ausgerufen werden - und zwar "jetzt sofort". Diese Forderung bekommen Stadtzürcher Gemeinderäte seit Ende Februar vor jeder Parlamentssitzung von Demonstrierenden zu hören.

Bereits im Januar sowie im vergangenen Dezember waren Schülerinnen und Schüler auf die Strasse gegangen, um für einen besseren Klimaschutz zu demonstrieren. Dem Zürcher Stadtrat Andreas Hauri (GLP) hatten sie drei Forderungen übergeben.

Verlangt wird darin, dass die Stadt ihre Treibhausgas-Emissionen bis im Jahr 2030 auf netto null reduziert. Zudem soll der Klimanotstand ausgerufen werden und die Stadtzürcher Regierung müsse die Bevölkerung über die Ursachen und existenzbedrohenden Folgen der Klimakrise informieren.

Unterstützung erhielten die Zürcher Klima-Aktivisten diese Woche von ungewohnter Seite: Am Dienstag stand die Uhr von St. Peter um 5 vor 12 am Mittag still. Der reformierte Pfarrer hatte die Uhr mit dem grossen Zifferblatt gestoppt, um "auf die Dringlichkeit der Klimakrise" hinzuweisen.