Schlieren

Tony Navarro kochte einst für die Rolling Stones – jetzt bringt er Geschmack ins Limmattal

Den Kult-Gastwirt vom Restaurant Turm im Zürcher Niederdorf zieht es nach Schlieren. In seiner neuen Gaststätte Sabor setzt er auf aromatische Produkte wie diese Walliser Auberginen.

Den Kult-Gastwirt vom Restaurant Turm im Zürcher Niederdorf zieht es nach Schlieren. In seiner neuen Gaststätte Sabor setzt er auf aromatische Produkte wie diese Walliser Auberginen.

Kult-Gastwirt Tony Navarro eröffnet mit seiner Frau Rocio nächsten Mittwoch das Restaurant Sabor in Schlieren. Gäste können sich auf exotische Gerichte in südländischem Ambiente freuen.

Hinter dem Seerosenteich verbirgt sich eine grosse Terrasse voller Tessinerpalmen, Rosmarinsträuchern und Sonnenblumensträussen. Wer hier unter dem Sonnendach im Restaurant Sabor sitzt, verabschiedet sich für kurze Zeit aus dem Schlieremer Mehrfamilienhausquartier an der Herrenwiesenstrasse und wähnt sich irgendwo im Süden am Mittelmeer.

Handwerker wuseln mit Bohrmaschinen durch den Sitzplatz während die Kellner Manuel und Javier die Tische decken. Auf jedem thront ein Teller mit exotischen Früchten. Ein süsslicher Duft geht von den rot-gelben Mangos aus. «Sie sind fast baumgereift und schmecken viel besser als die herkömmlichen. Meine Frau macht einen feinen Mango-Avocado-Salat daraus. Bisher war jeder begeistert, den ihn probiert hat», sagt Tony Navarro. Der 68-Jährige eröffnet am kommenden Mittwoch mit seiner Frau Rocio Ramos Navarro und 15 Mitarbeitenden das Restaurant Sabor. Unterstützt wird er zudem von Gastronom João Lima. Bereits jetzt kommen Gäste vorbei. «Wir zaubern ihnen dann etwas aus den Zutaten, die wir schon in der Küche haben», sagt Navarro.

Er lernte seine Frau in seinem Restaurant kennen

Der gebürtige Spanier ist in der Zürcher Gastroszene kein Unbekannter. Einen Namen gemacht hat er sich als Kult-Gastwirt im Restaurant «Turm» im Zürcher Niederdorf. Von 1985 bis zur Corona-Krise führte er das Lokal im «Zunfthaus zur Letzi». Dort lernte er auch seine Frau kennen, als sie in seinem Lokal zu Gast war. Das exotische Ambiente und die kreativen Speisen lockten auch so manche Stars, Politiker und Zünfter an. Tina Turner, die Rolling Stones oder alt Bundesrat Moritz Leuenberger kehrten bei Navarro ein. Doch nun verlässt er das Niederdorf. Durch die Reduktion der Parkplätze, die rigiden Parkkontrollen und die neuen Fast-Food-Stände habe er viele Gäste verloren.

Tony Navarro wird von Gastronom João Lima unterstützt. Insgesamt werden sich 15 Mitarbeitende um das Wohl der Gäste kümmern.

Neue Herausforderung in Schlieren

Tony Navarro wird von Gastronom João Lima unterstützt. Insgesamt werden sich 15 Mitarbeitende um das Wohl der Gäste kümmern.

«Ich suchte eine neue Herausforderung und habe sie hier in Schlieren gefunden», sagt Navarro, dessen Markenzeichen ein Bleistift hinter dem Ohr ist. Ihm gefalle die Stadt. «Schlieren wächst jeden Tag und ist verkehrstechnisch sehr gut erreichbar.»

Mit seiner Frau wohnt Navarro gleich nebenan in Urdorf. Von 1988 bis 2015 betrieb er dort das «Casa Mediterranea». Auch wenn Navarro bereits im Pensionsalter ist, will er noch lange Gastgeber sein. «Ich habe einfach den Plausch daran.» Auf die Gäste wartet im «Sabor» mediterrane Küche mit exotischen Zutaten. Gerichte wie Pouletbrust an Passionsfrucht-Pfeffersauce, Kalbsmedaillons auf Mango-Sauce, grillierte Riesenkrevetten mit Ananas oder Pizza Mundgeruch sind auf der 15 Seiten langen Menükarte zu finden.

Tony Navarros Markenzeichen ist der Stift hinter dem Ohr. Nach 36 Jahren im Restaurant Turm im Zürcher Niederdorf kommt der Star-Gastronom nun nach Schlieren. Mit seiner Frau wohnt er bereits seit längerem in Urdorf.

Der Wirt mit dem Bleistift hinter dem Ohr

Tony Navarros Markenzeichen ist der Stift hinter dem Ohr. Nach 36 Jahren im Restaurant Turm im Zürcher Niederdorf kommt der Star-Gastronom nun nach Schlieren. Mit seiner Frau wohnt er bereits seit längerem in Urdorf. 

Navarro geht es um das Geschmackserlebnis und die frischen Produkte. Deshalb hat er sein Restaurant auch «Sabor» getauft, was auf Spanisch «Geschmack» bedeutet. Sonntagsbrunchs und Events für Kinder sind ebenso geplant. Trotz Corona-Unsicherheit freut sich Navarro auf das neue Kapitel. «Ich will meine Gäste glücklich machen und ganz viele leere Teller sehen.»

Meistgesehen

Artboard 1