Schlierefäscht

Toni Brühlmann könnte bei der «Niederdorfoper» sogar mitsingen

Stadtpräsident Toni Brühlmann ist auf eine intensive Zeit gefasst. jk

Stadtpräsident Toni Brühlmann ist auf eine intensive Zeit gefasst. jk

Stadtpräsident Toni Brühlmann freut sich auf den Feststart, auch wenn er nur indirekt an den Vorbereitungen mitgemacht hat. Nur durch seine Frau hat er die Organisation intensiver wahrgenommen.

Herr Brühlmann, Sie sind Schlierens Stadtpräsident, sitzen aber nicht im Organisations-Komitee des Schlierefäschts: Haben Sie von den Vorbereitungen trotzdem etwas mitbekommen?

Toni Brühlmann: Ja, ich war durchaus involviert. Das OK informierte mich regelmässig und ich habe sporadisch an Sitzungen teilgenommen, um die Entwicklung mitzuverfolgen. Auch war ich an Sponsoren-Anlässen dabei. Dort hatte ich Gelegenheit, diverse Künstler zu treffen, die am Fest auftreten: Toni Vescoli, Seven, Sarah-Jane oder Florian & Seppli. Das waren sehr sympathische Begegnungen.

Zudem spielt Ihre Frau Erica bei der Schlieremer Version der «Kleinen Niederdorfoper» mit.

Ja, durch sie habe ich die Vorbereitungen für das Schlierefäscht noch intensiver miterlebt. Sie hat zu Hause und im Auto ihre Texte auswendig gelernt und ihre Lieder geübt, sodass ich da und dort mitsingen könnte. Das Stadtfest hat für mich und für viele andere Schlieremer und Schlieremerinnen eigentlich schon lange begonnen.

OK-Präsident Rolf Wild sagte im Interview mit der az Limmattaler Zeitung, dass Schlieren das Fest nicht nur verdient hat, sondern sogar braucht. Stimmt das?

Ja, das ist richtig. Werber Frank Bodin sagte kürzlich in einem Interview mit Ihrer Zeitung, dass im Limmattal Events mit Ausstrahlung geschaffen werden müssen. Wir können uns kein Kultur- und Kongresszentrum wie das KKL in Luzern leisten – aber wir können ein zehntägiges Stadtfest veranstalten, dessen Wirkung über die Gemeindegrenze hinausgeht. So erhalten Schlieren und das Limmattal eine positive Ausstrahlung. Mit der Rückkehr der Schlieremer Chind hat es das Stadtfest sogar bis in die «Tagesschau» geschafft.

Welche Langzeitwirkungen erhoffen Sie sich vom Fest?

Langfristige Wirkungen werden nicht direkt messbar sein, da mache ich mir keine Illusionen. Allerdings werden die Beteiligten mit Sicherheit schöne Erinnerungen an eine intensive Zeit behalten. Es entstehen neue Kontakte, Beziehungen werden durch das Fest vertieft und verbindlicher. Das macht sich heute schon bei unserer Standortförderung bemerkbar, die derzeit im Rahmen der Sponsorenpflege mehr als üblich mit den hier ansässigen Firmen zu tun hat.

Inwiefern?

Gerade externe Firmen, die hier eine Niederlassung haben, spüren vermehrt: Schlieren interessiert sich für sie und bezieht sie und ihre Mitarbeiter ins Stadtleben mit ein. Die gemeinsamen Erinnerungen an Sponsoringanlässe der Stadt schaffen eine emotionale Verbindung. Diese kann bei einem späteren Standortentscheid einer Firma eine Rolle spielen.

Wer ein zehntägiges Fest mit einem dichten Programm organisiert, muss mit Überraschungen rechnen.

Negative Überraschungen gab es für mich keine. Das OK hat das Fest professionell vorbereitet. Nicht überrascht, aber beeindruckt hat mich das Engagement der Vereine. Viele machen mit – trotz anfänglicher Skepsis, sich mit dem zehntägigen Fest zu überfordern.

Wie werden Sie das Fest miterleben?

Ich habe noch nicht ganz festgelegt, welche Angebote ich besuche. Allerdings habe ich mich diese zehn Tage von anderweitigen Verpflichtungen so weit als möglich freigeschaufelt – denn ich habe zahlreiche offizielle Auftritte am Schlierefäscht: zum Beispiel bei der Eröffnung heute Abend, bei der Premiere der Niederdorfoper, beim Neuzuzügerempfang, bei der Vernissage der Kinderrechte-Ausstellung und am Montag an der Schlieremer Polit-Arena.

Wie sieht das Programm danach aus?

Ich möchte die eine und andere Veranstaltung der Kirchen besuchen. Ich bin beeindruckt, dass sie sich so intensiv ins Festgeschehen eingeklinkt haben und dem Fest Tiefgang geben. Ich werde auch einmal bei den Seniorenveranstaltungen hereinschauen – und, und, und…

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