Bluttat

Tötungsdelikt in Affoltern am Albis: Staatsanwaltschaft bestätigt Vermutung zum Tathergang

Die Idylle trügt: Hier wurden am vergangenen Donnerstag die Leichen eines Ehemanns, seiner Frau und ihren beiden Kindern im Alter von 7 und 9 Jahren gefunden.

Die Idylle trügt: Hier wurden am vergangenen Donnerstag die Leichen eines Ehemanns, seiner Frau und ihren beiden Kindern im Alter von 7 und 9 Jahren gefunden.

Mit einer Schusswaffe tötete der 53-Jährige seine Frau und seine zwei Kinder. Danach richtete er sich selbst. Er war den Strafverfolgungsbehörden im Kanton nicht bekannt.

Wie die Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich auf Anfrage mitteilt, geht diese nach aktuellem Ermittlungsstand nach wie vor von drei Tötungsdelikten und einem Suizid aus. Am Donnerstagabend waren die vier Personen tot in einem Mehrfamilienhaus in Affoltern aufgefunden worden. Nun verdichte sich die Erkenntnis, dass der Ehemann mit einer Schusswaffe zuerst seine Familie und dann sich selbst gerichtet habe. «Es gibt derzeit keine Hinweise, dass neben dem 53-Jährigen noch weitere Täter in Frage kommen», heisst es weiter. 

In verschiedenen Medien breit diskutiert wurde ausserdem die Frage, ob der Mann bereits aktenkundig war oder nicht. Es wurde behauptet, der Mann sei den Strafverfolgungsbehörden bekannt gewesen. Die Oberstaatsanwaltschaft entkräftet diese Vermutung jetzt offiziell. «Nach derzeitigen Erkenntnissen war der mutmassliche Täter weder bei der Kantonspolizei Zürich noch bei der Zürcher Staatsanwaltschaft aktenkundig bezüglich allfälliger früherer Straftaten im Kanton Zürich.» 

Weitere Angaben zu den Hintergründen, dem Motiv oder dem genauen Ablauf der Tat seien immer noch Gegenstand der Ermittlungen von Kantonspolizei und Staatsanwaltschaft. 

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