Garten
Tipps und Tricks für das Überleben im Garten

Die Sonnenblumen in Guido Webers Garten in Urdorf wachsen meterhoch in den Himmel. Walter Witschi's Rosen bezirzen mit süssem Duft und Toni Betschart kann sogar bei über 30 Grad ein kühles Bier geniessen. Alle drei haben diverse Tipps und Tricks.

Andrea Heller und Annika Bütschi
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Tipps und Tricks für den Garten
8 Bilder
Der Schrebergarten Kühlschrank von Toni Betschart
Meterhoch wachsen Guido Weber's Sonnenblumen in den Himmel
Die Zwiebeln werden zum trocknen aufgehängt
In einer Tonne wird das Regenwasser gesammelt um damit die Blumen giessen zu können
In Guido Weber's Humus Beet wachsen riesige Zucchetti
CDs in den Zweigen halten Vögel ab
Ein Setzkasten mit lustigen Gesellen

Tipps und Tricks für den Garten

Walter Witschi betreibt mit Unterbruch seit gut 20 Jahren einen Schrebergarten. Er geniesst es, sich gemeinsam mit seiner Frau im Garten zu erholen und sich um die Blumenbeete zu kümmern.

Damit seine Lieblingsblumen, Rosen und Dahlien, prächtig gedeihen, müsse er auch schon einmal nach Düngemitteln oder Schädlingsbekämpfern greifen.

Es gebe jedoch auch diverse natürliche Tricks und Hausmittelchen, die das Leben der Hobbygärtner vereinfachen, so Witschi. Er und seine Gärtnerkollegen kennen einige natürliche Methoden gegen unliebsame Tiere wie Schnecken, Blattläuse und Wespen.

Sonnenblume wachsen fünf Meter in die Höhe

Effektive Tricks hat auch Guido Weber auf Lager. Neben seinem Komposthaufen ragen die Sonnenblumen mit armdicken Stängeln fünf Meter in die Höhe. Und auch seine «Rotondi», eine Zucchettiart, sind so gross wie Melonen.

Das Geheimnis liege am guten Humus, verrät er. Jeweils im Herbst, vor dem Einwintern des Gartens hebe er eines seiner Beete etwa 30 cm tief aus. Die gesamten Gartenabfälle lege er danach in die Grube und schütte sie mit der zuvor ausgehobenen Erde zu.

Im Frühling pflanze er dann in diesem Beet Zucchetti und anderes Gemüse an. Der Unterschied zu den anderen Beeten ist deutlich zu sehen. Die Pflanzen wuchern etwa doppelt so hoch. «Ich mache das schon seit Jahren so.

Jedes Jahr mit einem anderen Beet», sagt Weber. Einige der anderen Gärtner hätten sich diesen Trick bei ihm abgeschaut. «Das macht mir nichts aus. Ich habe schliesslich kein Patent auf diese Methode», sagt er lachend.

Umgang mit Pflanzen lernen

Diese Informationen zum richtigen Umgang mit Pflanzen holen sich die Gärtner auf unterschiedliche Art und Weise. «Ich habe ein paar Bücher zu Hause über Rosenkunde», sagt Walter Witschi.

Vieles lerne man jedoch mit der Zeit und im Gespräch mit anderen Schrebergärtnern. Auch Guido Weber holt sich Informationen aus Büchern.

«Wenn ich wieder ein neues Unkraut gefunden habe suche ich auch im Internet nach dessen Namen und der besten Art, es zu bekämpfen», sagt er. Der beste Trick gegen Unkraut sei es jedoch nach wie vor, seinen Garten regelmässig zu jäten.

Unkraut, das sich sehr schnell versamt, sollte zudem nicht auf dem Komposthaufen entsorgt werden, da es sich sonst weiter verbreitet. Am besten sei es, man verbrenne es.

Ein kühles Bier nach schweisstreibender Gartenarbeit gibts trotz fehlendem Stromanschluss. Toni Betschart hat dafür in seinem Gartenhäuschen ein Erdloch mit Bettonplatten ausstaffiert. Darin bleibt jedes Feierabendbier kühl.