Wahlen 201/ZH
SVP-Kandidat Christoph Blocher tritt zum zweiten Wahlgang an

SVP-Ständeratskandidat Christoph Blocher ist nicht enttäuscht, dass es ihm im ersten Wahlgang nicht ins «Stöckli» gereicht hat - im Gegenteil. Er sei sehr zufrieden, sagte er.

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Christoph Blocher will es nochmals wissen

Christoph Blocher will es nochmals wissen

Keystone

«Ich habe damit gerechnet, dass die Bisherigen problemlos durchmarschieren.» Bis jetzt sei es immer so gewesen, dass bisherige Ständeräte bereits im ersten Wahlgang wiedergewählt worden seien. Dass dies nun nicht der Fall sei und es zu einem zweiten Wahlgang komme, sei ein Erfolg für die SVP.

«Selbstverständlich trete ich wieder an», sagte Blocher weiter. Die eigentliche politische Auseinandersetzung beginne schliesslich erst jetzt. «Mit neun Kandidaten kann man die Grundprobleme der Schweiz ja nicht diskutieren.» Seine eigene Kandidatur ist dabei jedoch nicht in Stein gemeisselt. Wenn die Parteileitung finde, dass jemand anderes mehrheitsfähiger sei, würde er sich zurückziehen.

Mitte hat SVP «einige Stimmen gekostet»

Auch von der Tatsache, dass die Zürcher SVP im Nationalrat einen Sitz verlieren dürfte, lässt sich Blocher die Stimmung nicht vermiesen. «Die neuen Parteien in der Mitte haben uns einige Stimmen gekostet», räumte er ein. Auch das ehrgeizige Ziel von 30 Prozent Wähleranteil schaffe man wohl nicht. «Aber wir sind immer noch mit Abstand die grösste Partei des Landes». Nach dem Grosserfolg von 2007 sei das aktuelle Ergebnis eine gute Leistung.

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