Es herrschte eine ausgesprochen gesellige Stimmung im Schlieremer Freizeithüsli, als sich die Mitglieder des Strickclubs Schlieren zum internationalen Stricktag trafen. Neben farbiger Wolle, ausgefallenen Garnen und Stricknadeln in allen Grössen und Formen, wurde den Teilnehmern auch frischer Kaffee, Mohrenköpfe sowie köstlicher, selbstgebackener Kuchen offeriert. «An diesem Tag wird weltweit öffentlich für einen guten Zweck gestrickt», erklärte Judith Kündig, Präsidentin des Strickclubs Schlieren.

Auf der ganzen Welt werden an diesem Tag Kinderkleider hergestellt, die dann zur Unterstützung bedürftiger Familien an humanitäre Organisationen weitergegeben werden. Initiiert wurde diese Hilfsaktion in den USA, mittlerweile beteiligen sich jedoch Strickclubs von mehreren Kontinenten am Projekt. Hierzulande werden die selbstgestrickten Textilien über Caritas Schweiz, Terre des hommes und die Tafel Schweiz verteilt.

Positives Feedback

Die 77-jährige Ninon Fässler liess es sich nicht nehmen, an diesem speziellen Stricktag selber auch einen Beitrag für die gemeinnützige Aktion zu leisten: «Ich finde es super, dass wir mit diesem internationalen Stricktag die Möglichkeit haben, bedürftigen Leuten auf der ganzen Welt zu helfen.» Fässler kann auf eine langjährige Strick-Erfahrung zurückblicken. Ihr erstes gestricktes Kleidungsstück stellte sie bereits als Kind her, es war ein Pullover mit einem gehäckelten Kragen.

«Nachdem dem Stricken lange Zeit ein etwas verstaubter Grossmutter-Touch anhaftete, kommt diese Hausarbeit momentan wieder in den Trend», erklärt Judith Kündig. Viele städtische junge Frauen würden sich heute wieder daran erfreuen, selber ein Kleidungsstück herstellen zu können, welches nicht im nächsten Laden erhältlich ist.

Wer sich auch an der Hilfsaktion beteiligen möchte, kann bis zum 20. Juli selbstgestrickte Kleidungsstücke bei Judith Kündig am Schürrainweg 4 in Schlieren abgeben.