Sie hat die Situation stets im Blick: Zizi Catellani wohnt gleich oberhalb der Lielistrasse in Birmensdorf, die, so will es der Gemeinderat, demnächst gesperrt werden soll (siehe Kasten und Ausgabe von gestern); bis zum 8. November läuft die Rekursfrist. «Es geht um dieses kleine Stück», sagt Catellani und zeigt auf die rund zehn Meter Strasse, die die Verbindung vom Autobahnzubringer, der Lielistrasse, die danach zur Aargauerstrasse wird, zum Fussballplatz Geren, zum Schwimmbad und in den Dorfkern herstellen.

Neben Catellani sind weitere Anwohner vom Vorhaben betroffen - gleich oberhalb ihres Hauses stehen vier weitere Wohnhäuser, weiter die Stierlibergstrasse hinauf gibt es einen Gewerbebetrieb und Bauernhöfe.



Frau Catellani, wieso ist die vom Birmensdorfer Gemeinderat beantragte Sperrung der Lielistrasse ein Problem für Sie?

Zizi Catellani: Die Sperrung bedeutet für uns Anwohner, dass wir künftig entweder einen viel längeren Weg über die Stierlibergstrasse nehmen oder aber, und auch dieser Weg ist natürlich länger, durchs Dorf fahren müssen, wenn wir nach Aesch, zur Autobahn oder in den Aargau gelangen wollen. Und das, nachdem der Dorfkern lange unter dem Durchgangsverkehr gelitten hat. Das ist in meinen Augen widersinnig.

Hatten Sie wegen Ihrer Bedenken Kontakt mit dem Gemeinderat?

Ich konnte mich mit Sicherheitsvorstand Reto Derungs unterhalten. Ich verstehe die Argumente des Gemeinderats, der einerseits nicht alle Interessen komplett berücksichtigen kann, andererseits in erster Linie darauf schaut, dass der Durchgangsverkehr aus dem Aargau durchs Dorf vermieden werden und möglichst auf der Autobahn gehalten werden soll. Was ich aber nicht verstehe, ist, dass für die Sperrung der Lielistrasse eine Barriere geplant ist. Gerade für die Anwohner ist das die ungünstigste der möglichen Sperrungsarten.

Was sehen Sie für Alternativen zur Barriere?

Wenn es eine Barriere sein muss, dann wünschte ich mir, dass die Anwohner eine Möglichkeit erhielten, diese Barriere nach Bedarf zu öffnen. Aber das bleibt wohl der Polizei, der Feuerwehr, den Krankenwagen und dem öffentlichen Verkehr vorbehalten. Besser wäre für uns, wenn ein Fahrverbot ausgeschildert würde, das, zur Abschreckung insbesondere in den ersten Wochen, sehr regelmässig von der Polizei kontrolliert würde.