Wahl
Stadtratssaal: GLP mit Katrin Cometta erstmals im Winterthurer Stadtrat vertreten

Bei der Stadtratsersatzwahl in Winterthur hat nach Auszählung der ersten Wahlkreise Katrin Cometta (GLP) die Nase vorn. FDP-Kandidat Urs Hofer versucht den Sitz seiner Partei zu verteidigen.

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Katrin Cometta (GLP) wurde am Sonntag neu in den Winterthurer Stadtrat gewählt. (Symbolbild)

Katrin Cometta (GLP) wurde am Sonntag neu in den Winterthurer Stadtrat gewählt. (Symbolbild)

KEYSTONE/ENNIO LEANZA

Mit 12'125 Stimmen (54,4 Prozent) konnte Cometta gegenüber Hofer mit 9620 Stimmen einen deutlichen Vorsprung herausholen. Auf Vereinzelte entfielen 533 Stimmen. Die Stimmbeteiligung betrug 33,5 Prozent.

«Ich freue mich für meine Partei, dass uns nun endlich der Einzug in die Winterthurer Stadtregierung gelungen ist», sagte Cometta nach Bekanntgabe des Ergebnisses vor den Medien.

Die 44 Jahre alte Cometta arbeitet derzeit noch als Kaderangestellte einer Sozialfirma. Sie sitzt seit 2019 für die Grünliberalen im Zürcher Kantonsrat. Zuvor war sie rund neun Jahre im Winterthurer Stadtparlament aktiv.

Weiterhin zwei Frauen in der Stadtregierung

Während Cometta auf die Unterstützung von SP und Grünen zählen konnte, hatte Hofer SVP und CVP auf seiner Seite. Eine Rolle gespielt haben dürfte bei der Wahl auch die Vertretung der Frauen im Winterthurer Stadtrat.

Mit Cometta sind künftig weiterhin zwei von sieben Sitzen mit Frauen besetzt. Hätte Hofer die Wahl gewonnen, wäre Christa Meier (SP) künftig die einzige Frau in der Stadtregierung gewesen.

Die GLP ist nun erstmals in der Exekutive der zweitgrössten Stadt im Kanton Zürich vertreten. Die FDP hat in dem siebenköpfigen Gremium nur noch einen Sitz.

Bürgerliche noch mehr in der Defensive

Dadurch rückt der Stadtrat noch weiter Richtung Mitte-Links. Die Bürgerlichen Parteien stellen mit Stadtpräsident Michael Künzle (CVP) und Stefan Fritschi (FDP) noch zwei Vertreter.

Die Ersatzwahl wurde nötig, weil Stadträtin Barbara Günthard-Maier (FDP) Ende April ihren Rücktritt per Ende September angekündigt hatte. Sie tritt eine Stelle im Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) an.