Dietikon
Stadtrat will das Bahnhofareal einzonen

Der Dietiker Stadtrat will die Fläche zwischen den Bahngeleisen und der Weiningerstrasse sowie dem Bahnhofplatz einzonen. Er hat dem Gemeinderat einen entsprechenden Antrag auf Teilrevision der Bauordnung und des Zonenplans zur Genehmigung vorgelegt.

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Bahnhofsgebäude und P+R-Anlage sollen baureif werden. aru

Bahnhofsgebäude und P+R-Anlage sollen baureif werden. aru

Limmattaler Zeitung

Bisher war das Areal - wie alle Bahnflächen - der Reservezone zugeteilt. Dass die zentrale Fläche, die sich im Eigentum der SBB befindet, baulich genutzt wird, drängt sich aufgrund ihrer hohen Erschliessungsgunst auf, schreibt der Stadtrat in seinen Erläuterungen. «Aufgrund der übergeordneten Vorgaben (Kantonaler und Regionaler Richtplan) und dem Grundsatz einer nachhaltigen Innenentwicklung sollte dieses Gebiet baulich genutzt werden können», so der Stadtrat weiter. Der Kantonale Richtplan weise das Gebiet als kantonales Zentrumsgebiet aus.

Historisch bedingt

Dass Gebiete rund um Bahnhöfe nicht eingezont sind, sei keine Seltenheit, sagt Jürg Bösch, Leiter Stadtplanungsamt: «Es ist historisch bedingt, dass Bahnhofsgebäude keinen Bauzonen zugewiesen sind, da die Bauvorhaben der SBB nach Eisenbahnrecht und nicht nach Bau- und Planungsrecht bewilligt werden.» Nötig würden solche Einzonungen erst, wenn die Bahnhofsgebäude nicht mehr überwiegend bahnbetrieblich genutzt werden, sprich Läden oder Restaurants sich in grösserem Umfang einmieten.

Aufgrund der sehr guten Erschliessung mit dem öffentlichen Verkehr sei es angezeigt, die Voraussetzungen zu schaffen, damit diese Reserve baureif werden, schreibt der Stadtrat. «Dies entspricht ebenfalls den im Rahmen der Zentrumsentwicklung Dietikon formulierten Zielsetzungen.» Mit der Einzonung in die Zentrumszone Z5 mit Gestaltungsplanpflicht würde beispielsweise eine aus städtebaulicher Sicht erwünschte Aufstockung des bestehenden Bahnhofgebäudes ermöglicht, so der Stadtrat.

P+R-Anlage bleibt bestehen

Interessant für die Eigentümer dürfte vor allem die Einzonung der Fläche des heutigen Park-and-ride-Parkplatzes sein. «Die SBB werden das Gebiet sicher früher oder später baulich nutzen», sagt Bösch. Die P+R-Anlage bleibe aber bestehen, entweder unterirdisch oder in einem Parkhaus. Ebenfalls gesichert seien der Rad- und Gehweg sowie die Veloabstellplätze. Die entsprechenden Bestimmungen sind Teil des Gestaltungsplanes. Sichergestellt werden ausserdem die an diesem Standort kritischen Anforderungen des Umweltrechts.

Das Amt für Raumentwicklung des Kantons hat die Vorlage in einer Vorprüfung als rechtmässig, zweckmässig und angemessen beurteilt. Die Genehmigung der Vorlage wurde in Aussicht gestellt. Während der öffentlichen Auflage von April bis Juni 2012 und der zeitgleichen Anhörung der nach- und nebengeordneten Planungsträger sind laut Stadtrat keine Einwendungen eingegangen. Eine Nachbargemeinde hätte lediglich darauf hingewiesen, dass der Fortbestand der P+R-Anlage gesichert werden solle.