Dietikon

Stadtpräsident freut sich: Der neue Bachelor Patric Haziri ist in Dietikon zu Hause

Die Schweiz hat einen neuen Bachelor. Patric Haziri sucht ab dem 21. Oktober in der achten Staffel der Dating-Sendung des Privatsenders 3+ an den Stränden von Thailand nach seiner Traumfrau.

21 Kandidatinnen buhlen um seine Liebe. Schon seit einer Woche wurde gemunkelt, dass der 29-jährige Schweizer mit kosovarischen Wurzeln der Nachfolger von Clive Bucher sein soll. Gestern folgte nun die Bestätigung des TV-Senders. Was viele jedoch nicht wissen: Der Rosenkavalier ist ein Limmattaler. Haziri ist in Dietikon zu Hause.
Optisch besticht der neue Bachelor mit schulterlangen Haaren, durchtrainiertem Oberkörper und braun gebrannter Haut. Für Frauen, die auf natürliche Männer stehen, dürfte der Junggeselle wohl besonders anziehend sein. Der Privatsender verrät nämlich, dass den Körper des 1.83 Meter grossen Bachelors weder Tattoos noch Piercings zieren. Auch im Berufsleben scheint der Dietiker eine gute Figur zu machen. So ist er laut 3+ erfolgreich als Immobilienbewirtschafter tätig und leitet das Immobilien-Portfolio im Familienunternehmen, das an mehreren Standorten in Zürich Brezel und Kebabs verkauft.

Bodenständiger Jet-Setter, der Männermode entwirft

Der Blick auf sein Instagram-Profil zeigt, dass Haziri gerne und viel reist. Singapur, Bali, Bangkok, Berlin, Barcelona, Tel Aviv: um nur ein paar seiner letzten Destinationen zu nennen. Dazwischen finden sich immer wieder Fotos mit Freunden oder Bilder von professionellen Shootings. Letzteres dürfte wohl Ausdruck für seine Leidenschaft sein, Mode für Männer zu entwerfen, wie der TV-Sender schreibt. Abgehoben soll der neue Bachelor aber nicht wirken. «Wer ihn kennt, weiss aber, dass der Zürcher auch sehr bodenständig ist und ebenfalls die einfachen Dinge geniesst», heisst es weiter. Dazu gehöre etwa das Wandern. Davon gibt es auf seinem Instagram-Profil aber keine Bilder. Und auch Frauen sucht man erfolglos. Es bleibt also zu hoffen, dass die zehn Wochen in Thailand Abhilfe schaffen werden und der Dietiker Ende Dezember beim Staffelende ein Turtel-Foto mit seiner Herzdame hochladen kann.

Eine Plattform, um positiv in Erscheinung zu treten

Stadtpräsident Roger Bachmann (SVP) zeigt sich erfreut darüber, dass der neue Bachelor ein Dietiker ist. «Ich freue mich grundsätzlich immer, wenn Dietikerinnen und Dietiker eine Plattform erhalten, um positiv in Erscheinung zu treten und damit im besten Fall auch als Botschafter unserer Stadt wirken können.» Es spiele dabei keine Rolle, ob das im Sport, in der Kunst, in der Kultur oder halt eben auch als Bachelor im Fernsehen sei, sagt Bachmann auf Anfrage. Ob der Werbeeffekt gut oder schlecht sei, hänge natürlich auch vom Verhalten des Protagonisten ab. «Ich kenne Patric Haziri nicht persönlich, gehe aber davon aus, dass er ein sympathischer und wohl auch gut aussehender Zeitgenosse mit Anstand und Stil ist, der positiv wahrgenommen wird», sagt Bachmann.

Dass man Haziris Auftritt bei der Sendung als Standortförderung betrachten könnte, hält der Stadtpräsident aber für etwas übertrieben. Sicher sei jedoch, dass die Limmattalerinnen und Limmattaler und die Dietikerinnen und Dietiker ein beziehungs- und kontaktfreudiges Völkchen seien, so Bachmann. In der letzten Bachelorette-Staffel kämpfte beispielsweise der Dietiker Willie Kudese um das Herz von Andrina Santoro. Zaklina Djuricic aus Urdorf suchte 2016 als Bachelorette die grosse Liebe.

Attraktive Menschen in einer attraktiven Region

Bachmann hält selbst wenig von diesen Kuppelshows, die gelegentlich zum Fremdschämen seien. Und trotzdem hat er sich die Sendungen schon ansehen müssen. «Hin und wieder werde ich zu Hause vom weiblichen Teil meiner Familie dazu genötigt.» Und so schlimm sei es dann aber auch nicht, findet Bachmann. «Ehrlich gesagt sind Bachelor-Kandidaten wie der legendäre Vujo mit seinen Sprüchen auch fast schon wieder witzig und unterhaltsam.» Die Dating-Sendung noch nie gesehen hat indes Jasmina Ritz, Geschäftsleiterin der Limmatstadt AG. Dass der neue Bachelor aus Dietikon kommt, spreche für die Region. «Es zeigt, dass das Limmattal nicht nur ein attraktiver Ort ist, sondern dass das Gebiet auch attraktive Menschen hervorbringt», sagt Ritz auf Anfrage. Das rühre vielleicht auch daher, dass im Bezirk Dietikon der Anteil der jüngsten Bevölkerungsschicht verglichen mit dem Rest des Kantons am grössten sei. Ritz’ spontane Idee: «Es wäre schön, wenn wir Patric Haziri als Botschafter für die Region gewinnen könnten.»

«Nicht so ein Geschleckter»

Angetan vom bald bekanntesten Limmattaler Junggesellen ist auch Ex-Bachelorette Zaklina Djuricic. «Er ist mal ein anderer Typ, hat lange Haare und ist nicht so ein Geschleckter. Er kommt cool rüber.» Aus Erfahrung weiss sie, dass man immer mit Kritik rechnen muss, wenn man bei so einer Sendung mitmacht. «Ich empfehle ihm, sich selbst zu sein und sich die Meinung anderer nicht so zu Herzen zu nehmen», sagt Djuricic. Ein weiterer Tipp: «Er muss sich auf den Rummel gefasst machen. Am Anfang ist es heftig, man wird überall erkannt, fühlt sich beobachtet. Die Leute wissen, wer du bist und du hast keine Ahnung, wer sie sind.» Sie selbst werde die Sendung verfolgen. «Vielleicht nicht jede Folge, aber ab und zu werde ich schon reinschauen. Es ist für mich als ehemalige Protagonistin spannend, zu sehen, wie die anderen sich vor den Kameras behaupten.»

Autor

Sibylle Egloff

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