Schlieren

Stadtingenieur Hans-Ueli Hohl: «Das Wachstum wird weitergehen»

Die Mitglieder der Limmattaler Bauvorständekonferenz er hören gespannt den Ausführungen des Schlieremer Bauvorstands Stefano Kunz (CVP) zu.

Die Bauvorständekonferenz des Bezirks Dietikon war zu Gast in Schlieren und liess sich dort von Bauvorstand Stefano Kunz und Stadtingenieur Hans-Ueli Hohl die Stadt und ihre Entwicklung zeigen.

Zweimal pro Jahr treffen sich die Hochbau-, Tiefbau- und Werkvorstände sowie die Bausekretäre der Limmattaler Gemeinden zur Bauvorständekonferenz. So präsentierte letzten Oktober die Gemeinde Urdorf ihren renaturierten Schäflibach. Am Donnerstag stand nun die 76. Bauvorständekonferenz an. Im Fokus stand diesmal nicht die Renaturierung eines Gewässers, sondern die Schlieremer Stadtentwicklung. «Stadtentwicklung hautnah – Plan und Realität», lautete denn auch das Motto, unter dem sich die Konferenz im Limmattalbahn-Infopavillon beim Stadtplatz traf. Mit dabei waren 30 Personen, darunter auch der Bezirksstatthalter Simon Hofmann.

Die Limmattalbahn, der Verkehr, war denn auch eines der Stichworte. In einem einleitenden Referat zeigte der Schlieremer Stadtingenieur Hans-Ueli Hohl ein Foto aus den 1970er-Jahren. «Nach bestem Wissen und Gewissen» und im Sinne des reibungslos fliessenden Verkehrs hätten die Vorfahren damals die vierspurige Badenerstrasse gebaut. Heute, auf der neuen Badenerstrasse, sind es zwar immer noch vier Fahrbahnen, aber zwei davon sind Gleise für die Limmattalbahn.

Und auch sonst hat sich in den letzten Jahren vieles geändert in der Stadt Schlieren. So erinnerte Hohl ans sogenannte Mausoleum, die ehemalige Unterführung unter der alten Badenerstrasse hindurch, die mit ein Zeitzeuge der früheren Verkehrspolitik war.

Die alte Badenerstrasse will die Stadt Schlieren dem Kanton abkaufen, um die geplante Grüne Mitte zu realisieren. Dafür muss die Stadt die Fläche dem Kanton abkaufen. Was zu einer Preisfrage führt, in der sich Kanton und Stadt noch nicht einig sind, wie diese Woche auch in der Fragestunde des Schlieremer Parlaments gesagt wurde. Stadtingenieur Hohl sagte: «Wir sind auf dem Weg. Ich sehe jetzt das Licht am Ende des Tunnels.» Ist die Grüne Mitte dereinst realisiert, könne man mit etwas Grössenwahnsinn von einem «Central Park» sprechen, sagte Hohl. Die Grüne Mitte soll eine grosse Aufenthaltsqualität bieten. Denn Qualitäten wie diese sollen nicht an den Schlieremer Berg und an die Limmat ausgelagert werden.

Der Schlieremer Bauvorstand Stefano Kunz (CVP) und Stadtingenieur Hans-Ueli Hohl zeigten ihren Kollegen aus den anderen Limmattaler Gemeinden auf, dass das Stadtentwicklungskonzept «bewusst einen Fokus auf Freiräume setzt». Es ist bekanntlich Teil des Stadtentwicklungskonzepts, dass mittel- bis langfristig auch an der Ecke von Gasometerstrasse und Zürcherstrasse ein Freiraum eingerichtet werden könnte, der von Zürich her den Eingangsplatz zur Schlieremer Innenstadt symbolisieren würde. Von Dietikon her stellt sich der Stadt eine ähnliche Aufgabe. «Der Kesslerplatz ist heute eher eine Kesslerkreuzung», so Hohl. Die qualitative Aufwertung des Kesslerplatzes ist in Planung.

Nach und nach wurden die Vertreter der anderen Limmattaler Gemeinden in die Schlieremer Stadtentwicklung eingeführt. Die ist noch lange nicht zu Ende. «Das Wachstum wird weitergehen», sagte Hohl. Der 2,7 Kilometer lange Rundgang nach Hohls Referat führte vom Stadtplatz über die alte Badenerstrasse, den Geissweidplatz, die Güterstrasse, den Bahnhof, die Wiesenstrasse, den Rietpark, den Goldschlägiplatz und die Parkallee bis in die Trattoria Italiana an der Herrenwiesenstrasse Von den Vertretern der anderen Gemeinden erhielt die Schlieremer Stadtentwicklung einiges Lob.

Die 77. Bauvorständekonferenz wird im Oktober in der Gemeinde Weiningen stattfinden.

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