Kredit
Stadtfest kostet Dietikon 10 Franken pro Einwohner

Das Stadtfest in zwei Jahren soll den gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern und die alten und neuen Stadtteile verbinden – für 270000 Franken

Alex Rudolf
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Ausblick über Dietikon

Ausblick über Dietikon

Anina Gepp

Ziemlich genau in zwei Jahren, am 31. August 2018, soll der Startschuss für das Dietiker Stadtfest fallen. Nun wird der Anlass langsam konkreter: Der Stadtrat hat dem Gemeinderat einen Kreditantrag unterbreitet, wie er gestern mitteilte.

Dieser enthält auch einige Details zum Charakter des Festes. 270 000 Franken, also rund 10 Franken pro Einwohner, soll das Fest die Dietiker kosten. Dabei handelt es sich jedoch lediglich um den städtischen Beitrag. Um die im Budget ausgewiesenen Gesamtkosten von 530 000 Franken zu stemmen, erwartet der Stadtrat Sponsorenbeiträge in der Höhe von rund 180 000 Franken sowie Einnahmen aus Platzmiete und Werbung. Die grössten Kostenpunkte auf der Ausgabenseite stellen der Bau und die Infrastruktur dar, die mit 200 000 Franken zu Buche schlagen werden, sowie die Kommunikation und die Künstlergagen mit je 100 000 Franken.

Gemäss Stadtrat soll das Fest den gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern sowie die alten und neuen Stadtteile verbinden. Augenscheinlich wird dieses Ziel bei der Wahl des Festgeländes, welches «stadtteilübergreifend» sein wird. Vorgesehen ist, dass die Hauptfestplätze im Stadtzentrum beim Kirchplatz und der Markthalle, aber auch im neuen Quartier Limmatfeld am Rapidplatz sein werden. Unter dem Motto «Dietikon bewegt» soll den Besuchern eine grosse Palette an Unterhaltungs- und Verpflegungsmöglichkeiten geboten werden, heisst es in der Mitteilung. Dieser Leitsatz sei doppeldeutig, erklärt Stadtpräsident Otto Müller (FDP) auf Anfrage. «Einerseits müssen sich die Menschen bewegen, um vom einen zum anderen Festplatz zu gelangen», sagt er. Andererseits würden die Besucher auch emotional vom alten ins neue Dietikon bewegt. Lokalkolorit soll das Stadtfest mit der Einbindung von ortsansässigen Vereinen und gemeinnützigen Organisationen erhalten.

Nun geht es Schlag auf Schlag

Das zwölfköpfige Organisationskomitee für das Fest wird von Stadtpräsident Otto Müller präsidiert, mit der Projektleitung ist Standortförderer Michael Seiler betraut. Grösstenteils besteht das Gremium aus städtischen Angestellten: So kümmert sich etwa die Dietiker Mediensprecherin Esther Pioppini um die Fest-Kommunikation und die Kulturbeauftragte Irene Brioschi um das Programm und die Unterhaltung. «Verwaltungsmitarbeitern ist es möglich, ihre OK-Aufgaben innerhalb der Arbeitszeit zu erledigen», heisst es im Stadtratsbeschluss. Für externe OK-Mitglieder wie etwa Roger Zeindler, der für das Sponsoring verantwortlich zeichnet, oder Fabian Hauser (Bau und Infrastruktur) soll eine noch zu bestimmende pauschale Entschädigung ausbezahlt werden.

Bis im November wird das OK das Interesse bei städtischen Vereinen und Gastroanbietern abklären, sich überhaupt am Stadtfest zu beteiligen. Im Verlauf des ersten Quartals 2017 soll die Teilnahme öffentlich ausgeschrieben werden, woraufhin im zweiten Quartal 2017 die teilnehmenden Vereine feststehen sollen.

Im November im Gemeinderat

Voraussichtlich soll der Kreditantrag Anfang November im Dietiker Gemeinderat behandelt werden, wie Müller auf Anfrage sagt. Er hofft auf breite Unterstützung für das Projekt, nicht zuletzt weil die Durchführung eines Stadtfestes auch einem parlamentarischen Vorstoss zugrunde liege. Nachdem der Gemeinderat dem 270 000-Franken-Kredit seinen Segen gegeben hat, könne zudem mit der Akquisition von Sponsoren sowie dem Verpflichten von Künstlern begonnen werden.