Spendenaktion

Spitzbubenverkauf für den guten Zweck: So wird am Schlierefäscht für benachteiligte Kinder gesammelt

Die Anlaufstelle Rokj greift benachteiligten Kinder unter die Arme, wenn es etwa darum geht, den Musikunterricht zu finanzieren. (Symbolbild)

Am Schlierefäscht sammeln die Limmattaler Serviceclubs für benachteiligte Kinder in der Region. Dank diesen Spendeneinnahmen sollen Musik- und Sportstunden finanziert werden.

Verfügen Eltern nicht über das notwendige Geld, um ihren Kindern Musikunterricht zu ermöglichen oder Sportequipment zu kaufen, gibt es seit 2016 eine Anlaufstelle für genau dieses Problem. Damals entstand der regionale Ableger Limmattal/Knonaueramt des Projekts Rokj, das von den beiden regionalen Rotary-Clubs ins Leben gerufen wurde. Im vergangenen Jahr schloss sich der Club Zürich-Knonaueramt probeweise an.

Nun sammeln die Limmattaler Serviceclubs am Schlierefäscht Geld für die benachteiligten Kinder, die von Rokj profitieren. So wollen zahlreiche Mitglieder im Rahmen der zehntägigen Veranstaltung am 1. September Spitzbuben verkaufen. Man habe etwas Vergleichbares wie beim Urdorffäscht 2014 durchführen wollen, sagt Markus Hoppler von der Vereinigung der Serviceclubs Limmattal und Uitiker CVP-Gemeinderat. Damals spannten die Serviceclubs ebenfalls zusammen und sammelten knapp 12'000 Franken für die Stiftung Kind und Autismus in Urdorf. Sie betrieben ein Festzelt mit Gastwirtschaft.

Die Wahl des Vereins fiel am Ende leicht

Neben dem Lions-Club Limmattal und den Rotariern des Clubs Zürich-Dietikon sind auch die Rotarier des Clubs Zürich-Limmattal, die beiden Kiwanis-Clubs Weiningen und Limmattal-Zürich sowie die jungen Lions, der Leo Club Limmattal, mit dabei.

Rasch sei man auf den Verein für benachteiligte Kinder als Begünstigter der Aktion gekommen: «Nach einer Evaluation diverser Ideen hat sich Rokj als bevorzugte Organisation herausgestellt», sagt Hoppler. Beim Vorstand des Festes sei dieser Plan auf grosse Zustimmung gestossen, sagt Hoppler weiter.

Für Carol Hofer, ehemalige Sozialvorsteherin Uitikons und aktuelle Rokj-Präsidentin der Region, ist dies ein Glücksfall, denn das Bedürfnis nach den Leistungen wird grösser und grösser.

Im ersten Halbjahr 2019 wurden 64 Gesuche eingereicht: «Das sind nur fünf Gesuche weniger als im gesamten 2018.»

Ein Fokus der Aufbauarbeit lag darauf, das Angebot bekannt zu machen. Zahlreiche Stellen wie die Limmattaler Sozialdienste, das Kinder- und Jugendzentrum und die Schulsozialarbeit wurden über das Angebot informiert, in der Hoffnung, sie würden es an ihre Klienten weiterempfehlen. «Nicht zuletzt setzen wir auch auf Mundpropaganda», sagt Hofer.

Alles in allem wurden in den drei Jahren 216 Gesuche gestellt, wovon 192 bewilligt wurden. «Die Bereiche Sport und Musik sind dabei etwa gleichmässig vertreten», sagt Hofer. Die Kinder, denen die Spenden zugutekommen, wohnen in den Bezirken Dietikon und Affoltern.

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