Fussball
Spieler von Urdorf bügeln zwei Torwart-Patzer aus

Urdorf knöpft Lachen/Altendorf zum Auftakt der 2.-Liga-Rückrunde einen Zähler ab beim 2:2. Die Tore gegen die Urdorfer fielen durch äusserst unglückliche Torwartfehler.

Raphael Biermayr
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Er wusste, dass er der Depp war.
Urdorf-Torwart Michael Schürch nahm sich nach dem Abpfiff einen Moment, in dem er für sich sein konnte, bevor er sich zu seinen Teamkollegen gesellte, die bei der Ersatzbank nicht recht wussten, ob sie sich über das 2:2 freuen sollten oder ärgern. Nicht, dass der FCU gegen Lachen/Altendorf angesichts des Spielverlaufs einen Sieg aus der Hand gegeben hätte, «aber es wäre mehr drin gewesen, wenn wir ihnen keine Tore geschenkt hätten», sagte Trainer Röbi Rhiner.
Schürchs schwarzer Rückrundenstart begann in der 18. Minute, als er nach einem Rückpass trotz des üblen Formstands des Terrains ein Dribbling gegen Patrick Schuler versuchte. Es misslang, und der Schwyzer bedankte sich mit dem 0:1. Schürchs zweiter Fauxpas ereignete sich rund 50 Spielminuten später. Ein Eckball segelte über ihn hinweg durch den Fünfmeterraum - Daniele Damiani hiess der Nutzniesser diesmal. Schürch wäre am liebsten im Boden versunken.
Abseitsposition bei 1:1 übersehen
Es kam erschwerend dazu, dass er darüber hinaus keine einzige Parade zeigen konnte. Das lag nicht etwa an der Harmlosigkeit der Gäste. Die waren vor allem Mitte der zweiten Halbzeit kaum einmal nicht im FCU-Strafraum. Meist war ein Verteidigerbein im Weg oder aber schlichtweg das Pech. Der beschriebene Treffer zum 1:2 war deshalb zu wenig Zählbares.
Dass Schürch am Ende nicht als Grund für eine Niederlage herhalten musste, verdankte er seinen Mitspielern - und einem der beiden Schiedsrichterassistenten. Dieser übersah nämlich eine klare Abseitsposition von Andrea Pasinelli vor dem 1:1 (42.). «Das war mindestens 1 Meter Offside», sagte auch Ex-Urdorf-Spieler Daniel Bucher, der auf der Steintribüne vortrefflich platziert war.
Pfister langer Marsch zum Tor

Den zweiten Rückstand gleich
Roman Pfister aus. Es war ein typisches Spiel des sensiblen Stürmers. Zunächst zog er sich als leicht Fallender die Häme der Gegner und gar besagten Schiedsrichterassistenten auf sich. Später vergab er einige Möglichkeiten im Strafraum mit unvorteilhaften Aktionen. So auch in der 76. Minute, als er einen Ball allein vor Torwart Marco Eberhard verstolperte. Zwei Augenblicke später netzt er doch noch ein. Pfister vollendete einen Pass des in der zweiten Halbzeit starken Rückkehrers Dominic Galindo zum Schlussstand von 2:2 (77.).
Weil Urdorf nach dem Seitenwechsel den Kampf annahm, ging der eine Punkt in Ordnung. Trainer Rhiner: «Es war wichtig, nicht mit einem völligen Tiefschlag - also einer Niederlage - in die Rückrunde gestartet zu sein.» Weil mit Unterstrass das einzige Team über dem Strich in Reichweite verloren hat, kann dieser Zähler für die Limmattaler im Abstiegskampf wertvoll sein.