Verwaltungsgericht

Sozialhilfebezüger erbt – und muss jetzt zurückzahlen

Ein Sozialhilfebezüger aus dem Kanton Zürich muss 30'000 Franken seiner Erbschaft der Sozialbehörde abgeben. (Symbolbild)

Ein ehemaliger Sozialhilfebezüger erbte von seinem Vater gut 55'000 Franken. Die Sozialbehörde seiner Wohngemeinde forderte in der Folge rund 30'000 Franken. Als Teilrückzahlung des Geldes, das ihm die Gemeinde zwischen 2004 und 2016 an Sozialhilfe bezahlt hatte. 25'000 Franken des Erbes durfte der Mann als Freibetrag behalten.

Er wollte den Entscheid der Gemeindebehörde nicht akzeptieren und erhob Einsprache. Neben dem Freibetrag für ihn sei auch seiner Tochter ein Freibetrag von 15'000 Franken zu gewähren. Nach dem Gemeinde- und dem Bezirksrat hat jetzt auch das Zürcher Verwaltungsgericht die Forderung laut einem gestern publizierten Entscheid zurückgewiesen.

In den Skos-Richtlinien gibt es tatsächlich einen Freibetrag von 15'000 Franken für jedes minderjährige Kind. Das Problem im vorliegenden Fall: Die Tochter hat abgesehen von zwei Monaten zwischen 2004 und 2016 gar nicht bei ihrem Vater gewohnt. Damit hat er für sie keine Sozialhilfe bezogen. Entsprechend kann er jetzt auch keinen Freibetrag für die Tochter geltend machen. Der Entscheid ist noch nicht rechtskräftig. (pag)

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