Leichtathletik
Somasundarams Fehler hat vielleicht eine Medaille gekostet

Der Sprinter erhielt mit der Staffel über 4 x 100 m die wohl einmalige Chance, an einem Grossanlass in der Schweiz zu starten. Der 22-Jährige nutzte sie bedingt: Nach einem sauberen Lauf verpatzte er den Wechsel auf Schlussläufer Alex Wilson.

Raphael Biermayr und Michael Schenk
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Suganthan Somasundaram (rechts) und die enttäuschte Staffel.

Suganthan Somasundaram (rechts) und die enttäuschte Staffel.

Keystone

Mit der Staffel zog der Unterengstringer das Publikum im Letzigrund in seinen Bann. Samstag: Schweizer Rekord (38,54 Sekunden). Sonntag: Platz 4 im Final. In Anbetracht des niedrigen Kredits, den man der Staffel im Vorfeld entgegengebracht hatte, ist das ein Erfolg.

Betrachtet man aber den Finallauf, ist es eine Enttäuschung. Das lag massgeblich am Limmattaler. Der 22-Jährige verpatzte den Wechsel auf Alex Wilson: Zunächst schlug er ihm den Stab ans Handgelenk, bevor er endlich die Handfläche traf. Das kostete Zeit und möglicherweise eine Medaille. Zum ersten Mal war Somasundaram nicht mehr die Zuverlässigkeit in Person.

«Der letzte Wechsel war gar nicht ideal. Ich weiss noch nicht genau, woran es lag, aber ich brauchte drei, vier Versuche um Alex Wilson den Stab übergeben zu können», schilderte der Limmattaler die Situation kurz nach dem Lauf und schilderte seine Stimmungslage: «Im Moment überwiegt sicherlich die Enttäuschung über die verpasste Bronzemedaille. Mit einem idealen Wechsel wäre die möglich gewesen.»

Ein schneller Aufstieg

Trotz des enttäuschenden Abschlusses im Letzigrund: Der ehemalige Athlet des TV Engstringen ist der Aufsteiger der Schweizer Sprintszene. Nach einem Jahr der zeitlichen Stagnation 2011 verbesserte er seine persönliche Bestleistung laufend. Wie in diesem Jahr an den Schweizer Meisterschaften in Frauenfeld, wo er im Vorlauf mit 10,51 Sekunden gleich seine eigene Bestzeit toppte.

Der Unterengstringer, der im Gegensatz zum ebenfalls selektionierten Urdorfer Steven Gugerli zum Einsatz gekommen ist, blickt nach vorn: «Die ersten Einsätze an einer grossen internationalen Meisterschaft waren für mich eine sehr wertvolle Erfahrung. Dass sie mit einem Final und einem Schweizer Rekord endeten, ist umso schöner.»