Genau dieses schnelle Beschleunigen und das lautlose Fahrgefühl, ohne Kupplung und Gänge, hätten Louis Palmer bereits mit elf Jahren im Jahr 1986 fasziniert. Schon damals habe er die Zukunftsvision von den E-Autos gehabt.

«Diese stehen für nachhaltige Energie und werden an einer Steckdose möglichst mit Solarenergie getankt», erklärt Palmer. Er möchte der Welt zeigen, dass Elektroautos nachhaltig und stark seien und zudem Spass machten.

200 anstatt 3000 Franken

Als weiteres Argument, sich ein Elektromobil anzuschaffen, nennt Palmer Folgendes: «Die Benzinkosten eines durchschnittlichen Personenautos betragen jährlich rund 3000 Franken.

Im Vergleich dazu kostet ein solarbetriebenes Elektromobil nur 200 Franken im Jahr. Somit kann man mit der umweltbewussteren Lösung viel Geld sparen.»

Bekannt wurde Palmer, als er 2007 als erster Mensch die Welt mit einem Solarauto namens Solartaxi umrundete. Damals habe er innerhalb von 18 Monaten über 54 000 Kilometer zurückgelegt und mehr als 40 Länder durchquert, erzählt Palmer stolz. I

n dieser Zeit seien auch prominente Gäste wie Micheline Calmy-Rey, Ban Ki Moon, Jay Leno und Prinz Albert von Monaco in seinem Taxi mitgefahren.

Wer nun also wie Calmy-Rey und Co ein solches Elektromobil ausprobieren möchte, bekommt dazu die Möglichkeit Mitte September auf dem Schlieremer Stadtplatz.

20 Elektromobilen

Dann wird nämlich die «WAVE», die für «World Advanced Vehicle Expedition» steht, mit ihren 20 Elektromobilen, in Schlieren einen Zwischenstopp einlegen.

Der Besuch wird anlässlich ihrer Expedition von Italien nach Holland stattfinden. Auf dieser Tour wird die Gruppe aber nicht nur in Schlieren Halt machen, sondern innerhalb von zwei Wochen über 50 europäische Städte besuchen.

Dabei werden die neusten E-Autos vorgestellt und zu Testfahrten angeboten. Mit dieser Aktion sollen die Leute auf den Trend der nachhaltigen Mobilität aufmerksam gemacht und zum Umsteigen motiviert werden.

Dass die «WAVE» genau in Schlieren Halt macht, ist kein Zufall. Die Stadt besitze die grösste Dichte an E-Autos in der Schweiz und gelte damit als vorbildlich in der Nutzung von nachhaltiger Energie, sagt Reto Largo.

Er ist der Geschäftsführer vom Schlieremer Newtech Club, dem Zentrum für nachhaltige Energie- und Gebäudetechnik. «Wer einmal in einem Elektromobil gesessen hat, der will kein anderes Auto mehr fahren», ist Largo überzeugt. Der Newtech Club organisiert zusammen mit der Stadt Schlieren den Anlass.

Elektroautos sind die Zukunft

Vorbildliche Elektromobilisten sind auch die Angestellten der Stadtverwaltung Schlieren. Als Firmenauto fahren diese nämlich einen weissen Fiat-Panda, der durch Solarstrom betrieben wird.

«Wir wollen innovativ sein und am Ball bleiben. Das Projekt der «WAVE» ist super, um die Leute über Nachhaltigkeit aufzuklären und damit vertraut zu machen», sagt Albert Schweizer, von der Standortförderung Schlieren. Er sei überzeugt davon, dass die Elektroautos die Zukunft seien.