Alle zwei Monate treffen sich digitale Nomaden und solche, die es werden möchten, zu einem nicht digitalen Kaffee im Spettacolo am Dietiker Bahnhof. Was die bunte Truppe aus Freiberuflern, Kreativen und Studenten zusammenbringt, ist eine neue Arbeitsform namens Coworking. Dabei mieten sich Menschen aus unterschiedlichsten Berufsfeldern in denselben Büroräumen ein. Wie es sich für digitale Nomaden gehört, genügen Laptop und Netzanschluss, um ihrer Tätigkeit nachgehen zu können.

Organisiert wird der Anlass vom Coworking-Anbieter Bureau D. Ob das «D» für «Dietikon» oder für «Digitalisierung» stehe, sei der Fantasie des Einzelnen überlassen, sagt Bureau-D-Präsident Thomas Wickart. Für ihn ist aber klar: Coworking schafft ein kreatives Umfeld.

Wissen austauschen

Bei den Gesprächen am Tisch geht es darum, zu Netzwerken und Wissen auszutauschen. Auf die Frage, ob das klassische Büro ausgedient hat, reagieren die Teilnehmer vorsichtig. «Es hat noch nicht ausgedient, aber das klassische Grossraumbüro ist unter Druck», sagt etwa Lerncoach Mirko Ganarin. Vizepräsidentin Mona Sorcelli geht es erst einmal darum, digitales Know-how einer breiten Masse zugänglich zu machen. «Letzte Woche veranstalteten wir einen Gratis-Twitter-Kurs. Nun planen wir einen Kurs, um Eltern über Social Media aufzuklären», sagt sie. Dort werde es beispielsweise darum gehen, dass Eltern nicht x-beliebige Bilder ihrer Kinder aufs Internet hochladen.

Dass das Bureau D Kurse kostengünstig oder gar gratis anbieten kann, liegt laut Sorcelli daran, dass die Lokalitäten eher kleinräumig sind und dadurch niedrige Mietkosten anfallen. «Wir sind aber offen für Inputs für grössere Locations», sag sie.