Hauptbahnhof

So konnte das Opfer am Zürcher Hauptbahnhof entkommen

Hier wurde die Frau von sechs jungen Männern angegriffen.

Hier wurde die Frau von sechs jungen Männern angegriffen.

Sie wurde angegriffen. Ein mutiger Samariter ging dazwischen und wurde dafür mit Tritten gegen den Kopf bestraft. Nun hat das Opfer am Zürcher Hauptbahnhof eine erste Aussage gemacht.

Sie wurde von sechs jungen Männern am Zürcher Hauptbahnhof sexuell belästigt. Danach hat sie sich so schnell wie möglich vom Tatort entfernt und sich bei der Polizei gemeldet. Deshalb bekam sie nicht mit, dass der junge Mann, der ihr helfen wollte, niedergeschlagen wurde.

Nach dem Zeugenaufruf hätten sich laut den Behörden mehrere Personen bei der Polizei gemeldet, die Aussagen zum Vorfall machen konnten - insbesondere auch die belästigte Frau.

Opfer wusste nicht, was mit ihrem Retter geschah

«Die Frau hat genau das Richtige gemacht», sagte der Zürcher Staatsanwalt Hanno Wieser auf Anfrage der SDA. Sie habe nicht provoziert und sei weggelaufen. «Deshalb hat sie auch nicht mitbekommen, was hinter ihrem Rücken noch geschah.» Erst aus den Medien erfuhr die Frau, dass ihr Helfer niedergeschlagen wurde.

Die sechs 17- bis 22-jährigen Männer hatten den couragierten 22- Jährigen mit Fusstritten gegen den Kopf traktiert, so dass er eine Hirnerschütterung und eine Risswunde am Mund erlitt. Zudem raubten sie ihn auch noch aus. Der junge Mann musste eine Nacht im Spital verbringen.

Die sechsköpfige Gruppe wurde kurz nach dem Angriff verhaftet. Der Haftrichter ordnete unterdessen Untersuchungshaft für die Angreifer aus Mazedonien, Irak, dem Kosovo und der Schweiz an. «Der Tatbestand ist noch nicht restlos geklärt», sagte Wieser. Es gebe verschiedene Aussagen, aber noch kein umfassendes Geständnis. (muv)

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